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Geschichte der Bürgerliste - 1977

Die "Pionierzeit"

Ein kreativer Wahlkampf ohne Geld - das hieß die richtigen Argumente via Flugzettel, Inserate, wenige Plakate und Mundpropaganda unters Volk zu bringen und vor ungewohntem "Aktionismus" (Demonstrationen und Besetzung der zu verbauenden Wiesen) nicht zurückzuschrecken - zeigten bei den Gemeinderatswahlen am 2. Oktober 1977 ihren Erfolg.

Mit 5,6 Prozent der Stimmen erhielt die Bürgerliste auf Anhieb zwei Mandate.

Die "Pionierzeit" (Dachs) im Stadtparlament begann mit den bereits erprobten Kämpfern Richard Hörl und Herbert Fux. Die Arbeit gegen "wenige milliardenschwere Leute, die ihre Vertreter in Spitzenpositionen der Politik hatten", meint rückblickend einer der "Gründerväter" Herbert Fux, konnte aufgenommen werden. War einer der beiden beruflich verhindert, kam Eckehart Ziesel - nicht weniger hartnäckig im Argumentieren und Streiten - ins Schloss. Im hohen Rat dachte man aber keineswegs daran, den uner-wünschten Eindringlingen kampflos Zugeständnisse zu machen.

Die Repressalien, denen alle Vertreter der Bürgerliste und viele ihrer AnhängerInnen ausgesetzt waren, lassen Nichteingeweihte noch heute schaudern: Nicht genug damit, dass Hörl, Fux und Ziesel durch die anderen amtierenden Herren vom internen Kommunikationsfluss innerhalb der ehrwürdigen Wände abgeschnitten wurden, dass Amtsberichte meist allzu kurzfristig im "Facherl" - denn von Büro und anderer notwendiger Infrastruktur konnte ohnehin noch nicht die Rede sein - landeten, machte der Argwohn nicht einmal vor persönlicher wirtschaftlicher Bedrohungen halt.

"Sie können sich das gar nicht vorstellen", erinnert sich Richard Hörl, der sich wie seine Kollegen dennoch nicht einschüchtern ließ.

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