RSS
f
Startseite > Presse > Auch tote Nazis verdienen keine Ehrenbürgerschaft
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Auch tote Nazis verdienen keine Ehrenbürgerschaft

13.01.2016Demokratie

Was die Stadt Salzburg auf Initiative der Bürgerliste/DIE GRÜNEN bereits vorgemacht hat, wurde nun auch vom Land umgesetzt – der Landtag ebnete heute den Weg für eine posthume Aberkennung von Ehrenzeichen

Der Salzburger Landtagsausschuss hat heute auf Initiative der GRÜNEN eine Änderung des Ehrenzeichengesetztes beschlossen. Ehrungen können nun auch nach dem Ableben des, bzw. der Betroffenen noch aberkannt werden, zum Beispiel wenn nachträglich Verstrickungen mit dem nationalsozialistischen Regime bekannt werden.

„Es ist nicht zuletzt der Initiative der Bürgerliste/DIE GRÜNEN zu verdanken, dass die Stadt hier die Vorreiterrolle übernommen hat – zum Beispiel im Fall von Eduard Paul Tratz, ehemaliger Leiter des Hauses der Natur, dem aufgrund seiner nachweislich tiefen Verstrickungen mit dem NS-Regime bereits die Ehrenbürgerschaft der Stadt Salzburg aberkannt wurde", erklärt Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN.

Jenseits der rechtlichen Ebene ist es ein auch wichtiges Symbol, dass Ehrungen von nachgewiesenen NationalsozialistInnen auch nach deren Tot noch aberkannt werden können. Umso erfreulicher ist es, dass das Land Salzburg mit der heute beschlossenen Gesetzesänderung nun dem Vorbild der Stadt folgt. „Die heute beschlossene Änderung des Ehrenzeichengesetzes, von welcher auch das Salzburger Stadtrecht betroffen ist, war längst überfällig. Allein schon die Vielzahl an rechtsextremen Schmieraktionen und Vandalenakten, die in letzter Zeit in Salzburg verübt wurden, zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass wir Zeichen setzen", stellt Ingeborg Haller klar.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Auch tote Nazis verdienen keine Ehrenbürgerschaft
RSS
f