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Belastung wie in einer chinesischen Großstadt: Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern Ende der Silvester-Ausnahme für privates Feuerwerk

08.01.2016Natur und Umwelt

GR Bernhard Carl: “Wir alle haben die Bilder aus China im Kopf. In Salzburg wollen wir gesunde Luft“

„So schlechte Luft gibt es sonst nur in Peking oder Shanghai", bringt es Bernhard Carl, Gesundheitssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, auf den Punkt. Angesichts der heurigen Silvesternacht sprechen Umweltexperten des Landes tatsächlich von „Feinstaubwerten wie in einer smogbelasteten chinesischen Großstadt" - und das in Salzburg! Ursache für die außergewöhnliche hohe Luftbelastung zum Jahreswechsel ist laut Experten vor allem privates Feuerwerk. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern Vizebürgermeister Preuner auf, endlich Verantwortung zu übernehmen.

„Wir alle haben die Smog-Bilder aus China im Kopf. Solche Zustände will ich in Salzburg nicht, auch wenn es nur zu Silvester ist. Ich werde daher den Antrag stellen, zum Jahreswechsel 2016/2017 keine Ausnahme mehr nach dem Pyrotechnikgesetz zu machen", erklärt der Gemeinderat. Zur Erklärung: Im Ortsgebiet ist privates Feuerwerk in Österreich grundsätzlich verboten. Nur zu Silvester kann laut Pyrotechnik-Gesetz eine Ausnahme von diesem Verbot erlassen werden. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern Vizebürgermeister Preuner auf, eben diese Ausnahme-Genehmigung zum Jahreswechsel 2016/2017 nicht mehr zu erteilen. Schließlich kommen viele andere Städte, allen voran Paris, Mailand und Meran, auch ohne offizielles Feuerwerk aus.

So schön es auch sein mag, das Feuerwerk, mit dem viele SalzburgerInnen das neue Jahr begrüßen möchten, hinterlässt einen regelrechten Giftcocktail, welcher Atemwegs-, Herz- und Kreislauferkrankungen verursacht. Vorgeschädigte, also z.B. Menschen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, aber auch Kleinkinder mit Atemwegserkrankungen sind bei akut hohen Feinstaub-Werten wie in der Silvesternacht besonders gefährdet – ganz zu schweigen von den unzähligen, durch Verletzten durch Feuerwerkskörper und der massiven Lärmbelastung für Menschen, Haus- und Wildtiere.

Anstatt auf Vernunft zu setzen, und das Verbot für privates Feuerwerk auch an Silvester aufrecht zu lassen, wurde auch dieses Jahr wieder mit dem „Segen" des Vizebürgermeisters geknallt – und das, obwohl heuer wegen der anhaltenden Trockenheit auch noch extreme Brandgefahr bestand.

„Dass nichts passiert ist, ist ein Riesenglück! Die Feuerwehr musste aus Angst vor einem durch Silvesterraketen verursachten Waldbrand drei Tage lang den Mönchsberg bewässern. Und das zur selben Zeit, wo es wenige Kilometer weiter wegen der Witterung bei einem Bauernhofbrand an Löschwasser mangelte. Das alleine zeigt doch, wie absurd die Situation in Salzburg mittlerweile schon ist – Schilda lässt grüßen", stellt Bernhard Carl klar.

Der Gemeinderat der Bürgermeister kündigt diesbezüglich übrigens eine Anfrage an den zuständigen Vizebürgermeister Preuner an, in der er nach Kosten und Wasserverbrauch für diesen Einsatz fragt.

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