RSS
f
Startseite > Presse > Neuregelung Innenstadtverkehr: Bürgermeister handelt verantwortungslos
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Neuregelung Innenstadtverkehr: Bürgermeister handelt verantwortungslos

15.12.2015Planung: Verkehr

Geschützte Radüberfahrt muss geopfert werden, Warnung der VerkehrsexpertInnen wird ignoriert

In der letzten Sitzung des Planungsausschusses wurde gegen die Stimmen der Bürgerliste/DIE GRÜNEN ein Verkehrsprovisorium für die Innenstadt beschlossen. Ziel dieser Notlösung ist es, den von Mülln kommenden, Öffentlichen Verkehr über den Kai, und nicht wie bisher durch die Griesgasse zu führen. Wie von der Bürgerliste/DIE GRÜNEN befürchtet, erweist sich dieses Provisorium nun aber als ein einziger Murks, bei dem es von FußgängerInnen über RadfahrerInnen und Öffis, bis hin zum Individualverkehr nichts als Verlierer gibt.

Nach dem mehrheitlich gegen die Bürgerliste/DIE GRÜNEN gefassten Beschluss des Planungsausschusses hat inzwischen ein gesetzlich vorgeschriebener Ortsaugenschein stattgefunden. Das nun vorliegende Protokoll offenbart schwere Mängel der von Bürgermeister Schaden gegen den Rat der VerkehrsexpertInnen durchgesetzten Notlösung:

  • Die geschützte Radüberfahrt muss wegfallen: Durch die Notlösung, die Bussen ein Geradeausfahren vom Müllner Hügel aus ermöglichen soll, gibt es keine Möglichkeit mehr, eine straßenverkehrsordnungs-konforme Radüberfahrt einzurichten. Die Altstadt wird damit in diesem Bereich wieder ein Stück weit mehr vom Radverkehr abgeschnitten. Ein sicheres Queren ist für die unzähligen RadfahrerInnen an dieser Stelle nicht mehr möglich.
  • Gefährlicher Nachzieheffekt: Obusse dürfen von Mülln her kommend am Kai entlangfahren, PKWs müssen hingegen auch weiterhin eine Schleife durch die Innenstadt einziehen. Beim Ortsaugenschein warnten die ExpertInnen klar vor einem gefährlichen Nachzieheffekt: Zahlreiche PKWs werden dem Obus folgen, anstatt die für sie gültige Verkehrsregelung zu befolgen. Dieser Nachzieheffekt ist für die anderen VerkehrsteilnemerInnen schwer bis gar nicht zu kalkulieren – besonders für täglich tausende Fußgänger und RadfahrerInnen bedeutet dies eine absolut unnötige, zusätzliche Gefährdung.

„Stau für Bus und Auto, unnötige Gefahr für RadfahrerInnen und FußgängerInnen – das von Bürgermeister Schaden durchgesetzte Verkehrsprovisorium ist ein einziger Murks, bei dem es auf allen Seiten nur Verlierer gibt. Und was noch schlimmer ist: Diese Notlösung ist verkehrlich absolut unsicher. Damit der Obus wie vom Bürgermeister gewünscht am Kai entlangfahren kann, muss die Radüberfahrt geopfert werden. PKWs, die einfach dem Bus nachfahren, sind für FußgängerInnen und RadfahrerInnen ein unkalkulierbares Risiko. Zu hoffen bleibt, dass es durch diesen Murks nicht auch noch zu Unfällen kommt", stellt Gemeinderat Bernhard Carl, Verkehrssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, klar.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Neuregelung Innenstadtverkehr: Bürgermeister handelt verantwortungslos
RSS
f