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So geht Kundenvertreibung: Altstadtkaufleute und Salzburg AG wollen Bushaltestelle beim Mönchbergaufzug quasi auflassen

28.07.2015Planung: Verkehr

Fünf von sieben Buslinien sollen so aus der Griesgasse verschwinden – und mit ihnen die Kundschaft

Offenbar auf Wunsch der Altstadtkaufleute sollen die meisten Buslinien in Zukunft nicht mehr durch die Griesgasse, sondern entlang des Franz-Josef-Kais fahren. Als Konsequenz daraus werden diese Busse nicht mehr beim Mönchsbergaufzug, bzw. am Anton Neumayr Platz halten. Von Mülln kommend können Fahrgäste dann entweder beim Bärenwirt aussteigen, oder erst 700 Meter weiter am Hanuschplatz. Ein zusätzlicher Fußweg, für den man über 10  Minuten benötigt.

Die Altstadtkaufleute wünschen sich eine möglichst verkehrsfreie Griesgasse. Deshalb die Bushaltestelle vor dem Mönchsbergaufzug aufzulassen, ist aber ein reiner Schildbürgerstreich. 40 Prozent der Salzburger KundInnen, die in der Innenstadt einkaufen, kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Auflassen einer derart wichtigen Bushaltestelle ist da die reinste Kundenvertreibung. Den Altstadtkaufleuten – insbesondere im Nordbereich der Getreidegasse, am Neumayr Platz, in der Gstättengasse und am Karajanplatzplatz – muss doch klar sein, dass sie sich damit nur selbst das Wasser abgraben", ist Gemeinderat Bernhard Carl, Verkehrssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN fassungslos.

Gleich sieben Buslinien halten derzeit am Anton Neumayr Platz vor dem Möchsbergaufzug: die Linien 7 und 8 sowie 20, 21, 24, 27 und 28. Bis auf zwei (24 und 28) sollen sie mitsamt ihren Fahrgästen aus der Griesgasse entfernt werden. Eine Ersatzhaltestelle, zB. bei der Museumsunterführung, ist nicht geplant. Zwischen Bärenwirt und Hanuschplatz ergibt sich damit ein absolut unzumutbarer Haltestellenabstand von 700 Metern – durchschnittlich beträgt dieser Abstand in Salzburg sonst 300 bis 350 Meter.

Autos rein und Busse raus: Das kann wirklich nicht unser Motto für die Altstadt sein. Genau darauf läuft es aber hinaus, wenn der Altstadtverband zuerst die Öffnung der Stadt für den Auto-Durchzugsverkehr fordert und gleich darauf die quasi-Auflassung der Bushaltestelle am Anton Neumayr Platz beschlossen wird", stellt Bernhard Carl klar.

Aber auch aus Sicht der Salzburg AG macht das Abschaffen der Haltestelle beim Mönchsbergaufzug keinen Sinn: „Es ist absurd: Im Oktober eröffnet die Salzburg AG nämlich ein neues ServiceCenter beim Mönchsbergaufzug – für Fahrgäste, die genau dort künftig nicht mehr aussteigen können. KundInnenfreundlichkeit sieht anders aus."

„Daher muss zumindest jene Haltestelle, die im Rahmen der Griessgasseneröffnung provisorisch beim Museumsbogen errichtet wird, auch später definitiv bleiben", fordert Gemeinderat Bernhard Carl abschließend.

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