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Notreisende: Hilfe jetzt leisten

29.04.2015Soziales

Ulrike Saghi: „Je länger die Suche nach einem Notquartier dauert, desto dramatischer wird die Lage - wir brauchen rasche Alternativen.“ Bürgerliste/DIE GRÜNEN bringen Zusatzantrag im Sozialausschuss ein

Seit einem Jahr sucht die Caritas im Auftrag der Stadt Salzburg nun schon nach einem Objekt, das sich für die Einrichtung eines dauerhaften Notquartiers für Notreisende eignet. Obwohl mit großem Engagement betrieben, wird ein rascher Erfolg bei dieser Suche leider nicht wahrscheinlicher.

 

„Wir suchen jetzt schon seit einem Jahr. Das Geld steht bereit, aber während wir weiter nach einem Notquartier Ausschau halten, bleibt der Ist-Zustand unverändert: Menschen müssen in unwürdigen Verhältnissen im Freien, unter Brücken oder in der Au, übernachten. Es braucht also rasche Alternativen, bis ein Notquartier gefunden ist“, erklärt Ulrike Saghi, Vorsitzende des Sozialausschusses.

 

Wenn der Sozialausschuss am Donnerstag zwei Amtsberichte über die Bereitstellung von 100.000 Euro für ein Notquartier, bzw. weiteren 30.000 Euro für aufsuchende Sozialarbeit behandelt, werden die  Bürgerliste/DIE daher den folgenden Zusatzantrag einbringen:

  1. Es werden so rasch wie möglich wieder Container als Notschlafplatz für Notreisende am Park and Ride Platz Süd aufgestellt. Diese werden sozialarbeiterisch betreut.

  2. Parallel zum Aufstellen dieser Notschlaf-Container prüft die Stadt umgehend die Einrichtung betreuter Campiermöglichkeiten.

  3. An neuralgischen Punkten werden sanitäre Einrichtungen geschaffen.

  4. Nach dem Vorbild der Stadt Graz wird auch in Salzburg eine zentrale Informations- und Anlaufstelle für Notreisende geschaffen, aber auch für betroffene AnrainerInnen.

  5. Solange keine Notschlafstelle eingerichtet wurde, wird das hierfür bereitgestellte Geld für die in diesem Zusatzantrag aufgeführten Alternativmaßnahmen verwendet.

  6. Der Sozialausschuss wird regelmäßig über den Verlauf der Suche nach einem Notquartier sowie über die Umsetzung alternativer Maßnahmen informiert.

 

Konkret schlagen die Bürgerliste/DIE GRÜNEN das sofortige Wiederaufstellen der Notschlaf-Container am Park an Ride-Platz Süd vor. Außerdem sollte der schon länger im Raum stehende Plan, zumindest in der wärmeren Jahreszeit Campiermöglichkeiten zu schaffen, weiterverfolgt werden. Beide Einrichtungen müssten jedenfalls sozialarbeiterisch betreut werden und mit entsprechenden sanitären Einrichtungen versehen.

 

Die Stadt Graz hat sich im Umgang mit Notreisenden für einen gänzlich anderen Zugang entschieden als Salzburg: Dort wird – unter breitem politischem Konsens – eine zentrale Informations- und Anlaufstelle geschaffen. Diese steht Notreisenden offen, genauso wie betroffenen AnrainerInnen. Ein solches „Servicecenter“ würde auch der „Menschenrechtsstadt Salzburg“ gut anstehen.

 

„Mit Verboten wird man die Menschen weder von der Straße, noch unter Brücken oder aus der Au wegbekommen. Das geht nur, wenn wir ihnen auch menschenwürdige Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Ein Notquartier wäre so eine Möglichkeit, doch bis wir das finden, kann es noch lange dauern. Das Geld ist ja da. Nehmen wir es also und schaffen menschenwürdige Alternativen“, so Saghi.

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