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EQUAL PAY DAY 2014: „Arbeit muss anders bewertet werden!“

13.10.2014Frauen

LAbg. Barbara Sieberth und GR Christine Brandstätter: „Die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern hängt vor allem damit zusammen, wie wir die Arbeit von Männern und Frauen gesellschaftlich bewerten!“

Am Equal Pay Day, der morgen, Dienstag, in der Stadt Salzburg begangen wird, ist es wieder soweit: An diesem Tag haben Männer schon so viel verdient, wie Frauen erst bis zum Ende des Jahres am Gehaltszettel haben werden. Frauen in der Stadt Salzburg arbeiten damit – zumindest statistisch gesehen – bis Jahresende gratis. Mit einer Fotoaktion wollen die GRÜNEN Frauen auf diesen Missstand aufmerksam machen und fordern neue Formen der Arbeitsbewertung.

 

Hintergrund der Aktion ist die Überlegung, dass die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern vor allem darauf zurückzuführen ist, wie die Arbeit von Frauen und Männern gesellschaftlich bewertet wird: „Weiblich dominierte Tätigkeiten werden sehr häufig niedriger bewertet als klassische Männertätigkeiten“, stellt die GRÜNE Frauensprecherin LAbg. Barbara Sieberth fest.

Dass das so sein und bleiben müsse, sei nirgendwo festgeschrieben, führt Sieberth fort: „Ebenso  könnten wir in einer Gesellschaft leben, die Kinderbetreuung, Alten- und Krankenpflege und zum Beispiel Kochen als die wichtigsten Arbeiten einschätzt; als Arbeiten, ohne die eine Gesellschaft nicht leben kann und die daher wesentlich besser bezahlt werden.“

 

Gemeinsam mit der GRÜNEN Gemeinderätin der Stadt, Christine Brandstätter, fordert Sieberth daher eine neue Form der Arbeitsbewertung: „Die Arbeit von Frauen muss mehr Wertschätzung erfahren – und diese muss sich vor allem auf dem Gehaltszettel widerspiegeln. Ziel muss sein, dass der Equal Pay Day in einigen Jahren am 31. Dezember stattfindet“, sind sich Brandstätter und Sieberth einig.

Verkehrte Welt in Bildern 

Die Fotoaktion erklärt Christine Brandstätter: „Gemeinsam mit Mitgliedern der GRÜNEN Teilorganisationen haben wir Bildern nachgestellt und dazu fiktive Zeitungsartikel geschrieben, in denen wir eine verkehrte Welt zeigen: Männer schlüpfen in die Rollen von Frauen und umgekehrt. In einer solchen verkehrten Welt würden Männerminister nach Männerquoten in Aufsichtsräten rufen, Männer würden weltweit ihre Diskriminierung beklagen und „Spielermänner“ würden ihren Fußballer-Freundinnen vom Spielfeldrand zujubeln.“ Niemand würde von gleicher Teilhabe sprechen, wenn nur zwei von zehn Mitgliedern eines Aufsichtsratsgremiums männlich wären.

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