RSS
f
Startseite > Presse > Dr.-Franz-Rehrl-Platz: Einhellige Zustimmung für das überarbeitete Projekt. Welt-Kulturerbe ist nicht gefährdet
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Dr.-Franz-Rehrl-Platz: Einhellige Zustimmung für das überarbeitete Projekt. Welt-Kulturerbe ist nicht gefährdet

04.09.2014Planung

Vertreter von ICOMOS International und Österreich schließen eine Gefährdung des Status als Welt-Kulturerbe aus. Anrainervertreter und Präsident des Stadtvereines mit positiven Stellungnahmen im Rahmen der Arbeitsgruppe

Unter der sperrigen Überschrift „Beschluss des Bebauungsplanes Grundstufe Aigen-Parsch 10/G2“ machte der Planungsausschuss in seiner heutigen Sitzung den Weg für eine Neubebauung und –gestaltung am Dr.-Franz-Rehrl-Platz frei.

 

Am Rande der Schutzzone für das Weltkulturerbe gelegen, präsentierte sich dieser Platz bis dato als hässliche Betonwüste aus ungenützten Parkplätzen und einer heruntergekommenen Tankstelle. Künftig soll dort ansprechender Lebens- und Geschäftsraum entstehen. Der neu und entsprechend „grün“ zu gestaltende „Imbergplatz“ wird nicht zuletzt dank einer ganzen Reihe an Baumpflanzungen eine wesentlich bessere Visitenkarte für die Stadt abgeben und die SalzburgerInnen zum Verweilen einladen.

 

Dem Beschluss des Planungsausschusses ging ein aufwendiger Überarbeitungsprozess im Planungsressort der Stadt voraus. Zuletzt fand weiteres Treffen der Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Projektes am Rehrlplatz statt. Teilnehmer waren neben Vertretern des Bauherrn und der Stadtplanung auch zwei Vertreter der AnrainerInnen sowie die offiziellen Vertreter von ICOMOS-International und –Österreich. Sie alle signalisierten einhellige Zustimmung zu dem überarbeiteten Projekt.

 

Als offizieller Vertreter für ICOMOS International schloss Prof. Dr. Michael Petzet eine Gefährdung des Welt-Kulturerbe-Status aus. Er werde gegenüber der UNESCO „grünes Licht signalisieren“, so Petzet. Auch Dipl.-Ing. Dr. Hansjörg Kaiser bewertete das überarbeitete Projekt grundsätzlich positiv. Der Vertreter von ICOMOS Österreich wird künftig an den entsprechenden Sitzungen der Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung (SVK) teilnehmen.

 

Die beiden teilnehmenden AnrainerInnen-Vertreter, Architekt Dipl.-Ing. Erio K. Hofmann sowie Dr. Herbert Koutny, stellten unisono eine „sehr positive Entwicklung“ des Projekts fest. Lob für die Überarbeitung durch die Architekten gab es auch vom bisher als Kritiker des Projekts bekannten Präsidenten des Stadtvereins, Dr. Axel Wagner: Die nun dargestellte Gliederung sei in Ordnung, ebenso die Höhen, auch die Fenster und Fassaden. Die Überarbeitung sei positiv zu sehen.

 

„Die durchwegs positiven Aussagen im letzten Arbeitskreis –  sowohl von AnrainerInnen-Vertretern, als auch Weltkulturerbe-Schützern und Stadtverein – zeigen, dass sich der aufwendige Prozess der Überarbeitung gelohnt hat. Das neue Projekt wird den Dr.-Franz-Rehrl-Platz am Rande der Schutzzone für das Welt-Kulturerbe deutlich aufwerten“, erklärt Stadtrat Johann Padutsch.

 

Neubebauung Dr.-Franz-Rehrl-Platz: Änderungen im Überblick:

  • Das fünfte Geschoss entfällt, das Spiel der unterschiedlichen Höhen, das auf die umliegenden Bestandsobjekte Bezug nimmt und diese teilweise widerspiegelt, wird jedoch bewahrt.
  • Auf Höhe des 1. Obergeschosses erfolgte eine Reduktion der Höhen
  • Verbindungen zwischen den Baukörpern sind nunmehr eingeschossig und transparent. Die einzelnen Baukörper werden somit – wie von ICOMOS empfohlen – gestärkt.
  • Die Auskragen wurden reduziert und wirken nun wesentlich kompakter
  • Es gibt keine geschoßübergreifenden Fensterformate mehr
  • An den Fassaden kommt nun auch Putz zum Einsatz
  • Das Freiraumkonzept sieht die Fassung eines Platzes zum UKH vor (Imbergplatz). Die in den Entwürfen vorgesehenen Bäume sollen unbedingt zur Ausführung kommen
  • Begrünte Dachterrassen sorgen für hohe Aufenthaltsqualität
  • Die sog. „Schuchterstiege“ wird neu gestaltet und mit einem behindertengerechten Lift ausgestattet
  • Zwischen Neubau und UKH soll ein Shared Space entstehen, der in jedem Fall auch barrierefrei ist.
  • Eine Tiefgarage mit öffentlicher Zugänglichkeit schafft Ersatz für die Oberflächenparkplätze beim UKH
  • Bessere Fahrrad-Abstellmöglichkeiten
  • Bäume und sämtliche Pflanzungen sollen in jedem Fall nachhaltig entstehen.

 

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Dr.-Franz-Rehrl-Platz: Einhellige Zustimmung für das überarbeitete Projekt. Welt-Kulturerbe ist nicht gefährdet
RSS
f