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Zoo kündigt leichtfertig europäisches Artenschutzprojekt

26.08.2014Natur und Umwelt

Land Salzburg als Partner für Waldrapp eingesprungen

Eines der größten Artenschutzprojekte Europas ist jenes der Wiederansiedelung des Waldrapps in Mitteleuropa. Bis ins 17. Jahrhundert gab es dieses sympathische Tier, das leicht an seinem auffälligen Schnabel zu erkennen ist, auch bei uns. Daher hat sich der Zoo Salzburg und auch die Geschäftsführerin noch im vergangenen Jahr gebrüstet, an diesem Projekt beteiligt zu sein.

 

In Zusammenhang mit drei Fällen von Vogeltuberkulose (nicht auf den Menschen übertragbar) hat der Zoo Mitte 2013 dann plötzlich die zuvor noch so hoch gelobte Kooperation mit der Begründung angeblicher Gesundheitsgefährdung der anderen Tiere aufgekündigt. Die Gründe dafür dürften wieder einmal im persönlichen Befindlichkeiten der Zooführung und deren Umfeld gelegen sein, denn es liegen mehrere Expertisen der veterinärmedizinischen Universität Wien vor, die ein Risiko verneinen.

Das Land Salzburg ist nun auf Betreiben der zuständigen LHStv. Astrid Rössler als Partner eingesprungen, hat eine Ansiedlung am Georgenberg bei Kuchl ermöglicht und konnte so das Projekt retten.

 

„In Zusammenhang mit dem Waldrappprojekt hat die Geschäftsführerin des Zoos wieder einmal kein gutes Krisenmanagement betrieben. Nach den Debakeln rund um die Ausbrüche – unter anderem der Geparden – hat der Zoo nun still und heimlich ein hoch angesehenes Artenschutzprojekt für heimische Tiere sausen lassen. Nicht einmal der Aufsichtsrat wurde informiert.

 

Wir müssen uns entscheiden ob wir den Schwerpunkt des Zoos lieber beim Artenschutz heimischer Tiere ansiedeln oder mittels aus Afrika importierten Nashörnern publicity-trächtige Zucht betreiben. Diese Richtungsentscheidung muss auch bei der Neubesetzung der Zoodirektion berücksichtigt werden“, so Mag. Bernhard Carl.

Waldrapp (JPG, 569k)
JPG-Dokument (JPG, 803k)

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