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Die Stadt selbst forderte Tempo 80

28.01.2014Planung: Verkehr

Verträglicher Verkehr, mehr Sicherheit und weniger Umweltbelastung – 1989 waren die heutigen Kritiker von Tempo 80 geradezu begeistert

„Die Stadt tritt an die Autobahnverwaltung mit dem dringenden Ersuchen heran, auf der Westautobahn zwischen Anschluss West und Anschluss Nord Tempo 80 festzulegen.“ Klare Worte, die sich so in einem hoch offiziellen Schreiben der Stadt Salzburg an das Amt der Salzburger Landesregierung wiederfinden. Dieses stammt wohlgemerkt vom 11. September 1989 und stellte damals die Umsetzung eines klaren Senats-Beschlusses dar.

„Was heute von ihr als rechtswidrig bezeichnet wird, das hat die SPÖ 1989 unter  Bürgermeister Reschen und noch dazu mit einer absoluten Mehrheit im Gemeinderat  selbst vom Land gefordert: Tempo 80 auf der Stadtautobahn. Dieselbe SPÖ steht unter Bürgermeister Schaden nun aber auf der Bremse “, stellt Stadtrat Johann Padutsch klar. Verträglicher Verkehr, Sicherheit, weniger Umweltbelastung – vor 25 Jahren war die Stadt von der Idee einer Temporeduktion geradezu begeistert und zählte dem Land in einem regelrechten ‚Werbeschreiben‘ gleich eine ganze Reihe guter Gründe für deren Einführung auf. „1989 war manch ein Verantwortlicher in seinem verkehrspolitischen Denken wohl schon ein ganzes Stück weiter als das heute, gut 25 Jahre später, der Fall ist.“

 

Die Stadtgemeinde Salzburg, so steht es in dem Schreiben weiter zu lesen, sei bestrebt, durch umfangreiche flächenhafte Verkehrsberuhigungsmaßnahmen die negativen Auswirkungen des Kfz-Verkehrs in Wohngebieten zu minimieren. Der Verkehr im Stadtgebiet müsse für die Wohnbevölkerung verträglicher abgewickelt werden. „Verträglicher bedeutet in diesem Falle mit weniger Abgas, Lärm- und Staubentwicklung.“ Zu guter Letzt argumentierte man damals mit einer deutlichen „Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Verordnung von Tempo 80“.

 

Das Schreiben endet übrigens mit den Worten: „Abschließend ersucht die Stadtgemeinde das Amt der Salzburger Landesregierung aus den o.a. Gründen alles zu unternehmen, damit eine Realisierung der Tempo-Forderung im betreffenden Autobahnabschnitt umgehend erfolgt.“

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