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Ausbau der Mönchsberggarage als neuer Verkehrserreger mitten in der Salzburger Altstadt

15.10.2013Planung: Verkehr

Anrainer bei Großbaustelle und deren Folgen einbinden

Die Mönchsbergarage soll bekanntlich um mehr als 600 Stellplätze erweitert werden. Die Frage nach der vekehrspolitischen Sinnhaftigkeit wurde bisher aber nicht gestellt.

„Dieses Projekt ist verkehrspolitisch völlig widersinnig und widerspricht auch den Forderungen aller anderen Parteien, attraktive Park&Ride-Möglichkeiten zu schaffen. Statt möglichst viele Menschen am Stadtrand zum Umstieg auf den ÖV zu bewegen, gibt man hier ein falsches Signal, erst recht bis ins Herz unserer Stadt zu fahren", erklärt Bernhard Carl, Verkehrssprecher der Bürgerliste.

Der Geschäftsführer der Parkgaragengesellschaft, Alfred Denk, versucht zwar zu beruhigen und spricht von 600 Fahrten pro Tag. Nun liegen aber neue Daten vor, denen zufolge mit einer Zunahme des Verkehrs in der Neutorstraße um 13 % und zusätzlichen 3600 PKW-Fahrten gerechnet werden muss. Bei den Abfahrten ist ebenfalls ein zusätzliches Verkehrsaufkommen in der Reichenallerstraße zu erwarten. Diese Zahlen fallen umso mehr ins Gewicht, als sie im Auftrag der Parkgaragengesellschaft selbst erhoben wurden.

„Die Neutorstraße ist jetzt schon regelmäßig überlastet, die Reichenhallerstraße wäre nun auch stärker betroffen. Kommt der Ausbau, dann wird die bereits nicht ganz ungefährliche Garagen-Ein und -ausfahrt am Hildmannplatz endgültig zum Sicherheitsproblem", warnt Carl.

Die Ausbaupläne ignorieren ein weiteres Großprojekt in unmittelbarer Nähe völlig: Auf dem Gelände der Riedenburg-Kaserne sollen rund 300 neue Wohnungen entstehen. „Dort werden zahlreiche Familien einziehen, doch auf sie nimmt man keine Rücksicht. Diese Menschen würden zu den ersten gehören, die unter den Staus, welche eine Erweiterung der Mönchsberggarage unweigerlich mit sich bringt, zu leiden haben", betont Carl.

Nicht nur die Sinnhaftigkeit des Projekts an sich ist zu bezweifeln. Auch seine praktische Umsetzung wirft Fragen auf:  Der zusätzliche Bauverkehr, der Baulärm und der Bauschutt der im Nonntal zwischengelagert werden soll, sind Probleme, denen bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Eine Information jener Menschen, die unter dem zusätzlichen Verkehr und der Lärmbelastung durch eine Großbaustelle am meisten zu leiden haben, fehlt gleich völlig.

„Die Anrainer sollen laut DI Denk erst informiert werden, wenn alle Pläne unter Dach und Fach sind und nichts mehr zu ändern ist. Bürgerbeteiligung ist aber etwas anderes: Da müssen Einwände und Änderungsvorschläge entsprechend eingearbeitet werden.  Ich fordere daher einen sofortigen Dialog der Garagenbetreiber mit den Betroffenen", so der Bürgerlisten-Gemeinderat.

Bleiben noch die Kosten von 23 Millionen Euro für den Ausbau der Garage: Als Investitionen in den öffentlichen Verkehr, z.B. für die Verlängerung der Lokalbahn, wären diese Millionen eindeutig besser angelegt, als in ein Projekt, das Verkehr mitten ins Herz der Stadt lockt.

„Die Erweiterung der Altstadtgaragen ist insgesamt abzulehnen. Sie ist verkehrspolitisch widersinnig, eine unzumutbare Belastung für die AnrainerInnen und darüber hinaus einfach zu teuer", so Mag. Bernhard Carl, Verkehrssprecher der Bürgerliste.

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