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Bürgerliste fordert die Ergänzung des Salzburger Frauenberichtes!

15.08.2013Frauen

Sind Frauen anders und umweltfreundlicher unterwegs als Männer?- Sind sie im Mobilitätsverhalten den Männern gleichgestellt?

Bürgermeister Schaden hat erst kürzlich den neuen Salzburger Frauenbericht 2013, ein Bericht über 52,8 % Prozent vorgestellt:

Der umfangreiche Bericht enthält wichtige Zahlen und Fakten zur Lebenssituation von Frauen in der Stadt Salzburg.  Unter dem Kapitel „Soziale Lage der Salzburgerinnen" werden wichtige Themen, wie die Wohn-, Arbeits- und Einkommenssituation der Frauen dargestellt.  

Ein wichtiges Kapitel aber fehlt: wie sind die Salzburgerinnen in der Stadt unterwegs. Fahren sie mit dem Auto, bewältigen sie ihre Wege mit dem Bus, zu Fuß oder per Fahrrad.

Das Mobilitätsverhalten von Frauen sollte in einem Frauenbericht nicht fehlen", ist Bürgerlistengemeinderätin Ingeborg Haller überzeugt.

Auch wenn nur 3,3,% der befragten Frauen das Thema „Verkehr und Mobilität" als „Schwäche in der Frauenpolitik der Stadt" angegeben haben , während das Thema „Bildung inkl. Kindergärten" mit 33 %  in der Defizitbewertung  viel weiter vorne liegt,( Seite 47 des Frauenberichtes ), ist es notwendig, Daten zum Mobilitätsverhalten von Frauen zu erheben bzw. vorhandene Daten zu sichten und aufzubereiten. Denn - wie im Bericht  (Seite 11) selbst ausgeführt wird: „Ohne geschlechtersensibel aufbereitete Daten gibt es keine gesicherten Argumentationsgrundlagen für die geschlechtergerechte Politik einer Kommune".

Laut VCÖ (Verkehr aktuell 5/2009) sind Frauen im Mobilitätsbereich den Männern nicht gleichgestellt: Frauen sind nach wie vor vorrangig für die Versorgung der Familie und die Hausarbeit zuständig, unabhängig ob sie arbeiten oder nicht. Frauen sind daher im Durchschnitt anders mobil als Männer, was die Wegezwecke und die Wahl der Verkehrsmittel betrifft. Frauen müssen oft mehrere Aufgaben unter einen Hut bringen. Ein „typischer Frauenweg" verbindet mehrere Wegzwecke, von der Arbeit nach Hause fahren, dabei unterwegs Einkaufen, die Kinder vom Kindergarten abholen. Teile des Weges werden zu Fuß, andere mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zurück  gelegt. Frauen sind „multimodal" - wie das im Fachjargon heißt- unterwegs, d.h. sie verwenden  unterschiedliche Verkehrsmittel.  Erhebungen zum Verkehrsverhalten, beispielsweise in der Stadt Wien aus dem Jahr 2006 zeigen, dass Frauen mehrheitlich mit den Öffis unterwegs sind. Der Ausbau und die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs kommt daher vor allem den Frauen zu Gute.

Der aktuelle Salzburger Frauenbericht stellt in sehr anschaulicher Art und Weise die Vielfältigkeit von weiblichen Lebenssituationen in der Stadt Salzburg dar. Mit dem Thema Mobilität beschäftigt sich der Bericht aber leider nicht.

Das halte ich für ein Manko, weil Mobilität eine wesentliche Voraussetzung ist, um am sozialen Leben teilzunehmen und die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, so Haller.

Die Ergänzung  des Berichtes in Form eines Anhanges ist daher notwendig. Ein entsprechender Antrag wird in einer der ersten Sitzungen des Gemeinderates im Herbst eingebracht werden.

Frauen und Mobilität
Salzburger Frauenbericht

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