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Sonderbauausschuss beschließt mit den Stimmen der ÖVP und SPÖ gegen Bürgerliste und FPÖ die Umsetzung der umstrittenen Innenstadtregelung

31.07.2013Planung: Verkehr

Provisorische Maßnahmen kosten 410 000 Euro. Die Verkehrsregelung wird für die Altstadt keine Entlastung bringen, im Gegenteil: Experten warnen im Vorfeld vor Stau am Kai und am Anton-Neumayr-Platz.

Die Baumaßnahmen für die Neuregelung des Verkehrs in der linken Altstadt  wurden im heutigen Sonderbauausschuss mit den Stimmen der SPÖ und der ÖVP beschlossen. Entgegen der Ratschläge der Verkehrsexperten soll die Variante 4 umgesetzt werden: Stau statt Verkehrsberuhigung werden die Folge sein.

Zur Erinnerung:

Bekanntlich hat sich nach den Erfahrungen der Mittagsregelung im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe mit der Frage einer dauerhaften Verkehrsregelung in der Altstadt befasst: Vier Ziele sollten mit einer Neuregelung des Innenstadtverkehrs (statt der Mittagsregelung im vergangenen Jahr) erreicht werden:

  • eine dauerhafte Lösung
  • Erreichbarkeit der Altstadt soll gewährleistet bleiben
  • Durchgangsverkehr deutlich reduzieren
  • Einbindung der Öffis verbessern
  • Zwei Varianten zur Verkehrsberuhigung wurden vertieft geprüft:

Variante 3: Zufahrt in die Altstadt über Mülln und das Neutor, aber keine Durchfahrt zur Staatsbrücke. Zwischen Staatsbrücke und Hanuschplatz wird eine Fußgängerzone errichtet (außer für die Linienbusse, die weiterhin an der Staatsbrücke links abbiegen können), die vom Individualverkehr befahrenen Straßenzüge zwischen Neutor/Mülln und Hanuschplatz werden als shared space, also als gemeinsame Verkehrsfläche für Fußgänger, Radfahrer und Autoverkehr ausgeführt.

Variante 4: sieht eine Verlegung des Verkehrs an den Franz-Josef-Kai vor, der ab Hanuschplatz nicht mehr als Einbahn geführt wird, sondern in beide Fahrtrichtungen befahren wird. Am Franz-Josef-Kai muss dafür eine ampelgeregelte Kreuzung oder ein Kreisverkehr eingerichtet werden. Dafür wird die Griesgasse verkehrsberuhigt (nur mehr Linienbusse und Anrainerverkehr).

  • Variante 4 wird entgegen der Expertenmeinung umgesetzt:

Die Verkehrsexperten von Land und Stadt Salzburg unter der Federführung von Landesbaudirektor Nagl haben sich eindeutig für die Variante 3 ausgesprochen, weil nur diese den Durchzugsverkehr tatsächlich reduziert. Die Variante 4 hat dagegen mehrere entscheidende Nachteile: Der Durchzugsverkehr wird kaum reduziert, die Verkehrsmenge am Franz-Josef-Kai zwischen Hanuschplatz und Haus der Natur steigt und schafft somit eine weitere Barriere zwischen dem Fluss und der Altstadt. Vor allem gehen die Verkehrsexperten in ihren Berechnungen aber von "Leistungsfähigkeitsproblemen/Stau Museumsplatz und Franz-Josef-Kai" aus.

  • vorprogammiertes Verkehrschaos anstelle Verkehrsberuhigung:

Mit der Variante 4 wird  eine Verkehrsregelung umgesetzt, die weder den ÖV beschleunigt, noch für eine spürbare Verringerung des Verkehrs in der Altstadt sorgen wird. Gewährleistet ist damit aber jedenfalls, dass die Autofahrer, die von Mülln kommen, eine „Extrarunde" über den Anton-Neumayr-Platz, die Gstättengasse und die Münzgasse drehen dürfen, wenn sie weiter zur Staatsbrücke fahren wollen.  

„Anstatt die Aufenthaltsqualität in der Altstadt zu heben, wird rund um den Anton-Neumayr-Platz mehr Verkehr angezogen. Zum Leidwesen vor allem der 300.0000 FußgängerInnen, die jährlich das Haus der Natur besuchen. Und das Alles gibt es nicht gratis. Im Gegenteil die Verkehrsregelung wird nicht nur Ärger und Chaos verursachen, sie kostet auch eine Menge Geld", so Haller abschließend.

Pläne der Variante 3 und 4 zum downloaden

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