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Ränkespiele statt Festspiele: Probleme sind hausgemacht

06.06.2013Kultur

Es ist an der Zeit, dass wieder die Kunst im Vordergrund steht und nicht die Streitereien über Geld und Personen.

Jetzt ist es also so weit: der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, wird Direktor der Mailänder Skala. Nachdem das Kuratorium eine Nebenbeschäftigung schon kategorisch ausgeschlossen hat, wird ein an einer Trennung wohl kein Weg vorbeiführen.

Das Kuratorium trägt an der jetzigen Situation eine nicht unbedeutende Mitverantwortung: Statt nach dem Weggang Jürgen Flimms den äußerst erfolgreichen Interimsintendanten Markus Hinterhäuser fix zu bestellen, hat man den als schwierigen Charakter geltenden Alexander Pereira nach Salzburg geholt, ohne zumindest ein Hearing durch zu führen oder eine Konzept für die künstlerische Arbeit zu verlangen.

Die jetzigen Probleme bei den Salzburger Festspielen sind hausgemacht - offenbar war den Mitgliedern des Kuratoriums egal, ob die Person schwierig ist, Hauptsache die Sponsoreneinkünfte passen.

Die Intendanz von Pereira war bisher in erster Linie von Streitigkeiten um Geld und Personen geprägt. Vom künstlerischen Anspruch Pereiras war hingegen wenig zu hören. Größer, teurer und glamouröser zu werden, schien seine wichtigste Devise zu sein.

Der vorhersehbare Abschied Pereiras bietet die Chance für einen Neubeginn, bei dem wieder die Kunst und die Künstler und nicht das Geld im Mittelpunkt stehen. Dazu wird es aber notwendig sein, bei der Auswahl eines neuen Intendanten stärker als zuletzt auf diesen Aspekt Rücksicht zu nehmen.

Es wird Zeit, dass die Mitglieder des Kuratoriums sich ihrer Verantwortung bewusst werden und endlich geplant vorgehen. Das derzeitige Chaos geht auf Kosten der künstlerischen Leistungen und muss schnellstens ein Ende finden, soll der Ruf der Salzburger Festspiele nicht weiter leiden. Die Festspiele müssen endlich wieder durch künstlerische Leistungen in die Schlagzeilen kommen und nicht durch Ränke um Finanzen und Personen", so Bürgerlisten-Kultursprecher Bernhard Carl.

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