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Ehemaligen Heimkindern sofort Akteneinsicht gewähren!

31.05.2013Soziales

Alarmiert zeigt sich Bürgerlisten-Gemeinderätin Ulrike Saghi über den Umstand, dass in Salzburg ehemaligen Heimkindern immer noch keine Einsicht in ihre Akten bei den Jugendwohlfahrtseinrichtungen gewährt wird.

Das ist ein untragbarer Zustand, den der zuständige Landesrat Walter Steidl schon längst hätte beheben müssen", so Saghi.

Mitte April des heurigen Jahres hat Landesrat Walter Steidl (SPÖ) anlässlich einer Buchpräsentation über die Schicksale von ehemaligen Heimkindern im Bundesland Salzburg angekündigt, dass diesen Einsicht in die von den Behörden über sie angelegten Akten gewährt wird. Wie nun einem Bericht des ORF und der Kritik der Salzburger Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt zu entnehmen ist, ist seither nichts passiert. Noch immer werden Opfer von den zuständigen Stellen abgewiesen.

Das Land selbst hat eine Untersuchung der Situation von Heimkindern in Salzburg in Auftrag gegeben und die Ergebnisse vor über sechs Wochen bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Es ist untragbar, dass trotz dieser Aufarbeitung den Opfern, die es in diesem System der Unterbringung nachweislich geben hat, nun der Zugang zu den über sie angelegten Unterlagen verwehrt wird", kritisiert Sozialausschussvorsitzende Ulrike Saghi die Haltung von Landesrat Walter Steidl auf das Schärfste.

In anderen Bundesländern sind sich Politik und Behörden ihrer Verantwortung gegenüber den Betroffenen weitaus bewusster: In Wien etwa wird seit drei Jahren Einschau in die Unterlagen gewährt, diese sogar in Kopie per Post zugeschickt.

Das Land hat hier eine Bringschuld gegenüber den Opfern, die schleunigst einzulösen ist. Es kann nicht sein, dass nach Jahren und Jahrzehnten des Verschweigens und Mauerns auch heute noch mit Verschleierung und Hinhaltetaktik auf die berechtigten Anliegen der Betroffenen reagiert wird. Ich fordere Landesrat Steidl auf, sein gegebenes Versprechen auf Akteneinsicht unverzüglich umzusetzen. Schließlich ist das Problem seit Jahren bekannt, das ist eine doppelte Verhöhnung der Opfer", so Saghi.

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