RSS
f
Startseite > Presse > Padutsch appelliert an Bauträger: „Mehr Wohnungen für Wohnbauhilfe bauen"
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Padutsch appelliert an Bauträger: „Mehr Wohnungen für Wohnbauhilfe bauen"

12.02.2013Planung: Stadtplanung

In seinen Bemühungen um mehr Wohnraum zu leistbaren Preisen appelliert Planungsstadtrat Johann Padutsch an Bauträgern, Projektentwicklern und Architekten, „gesamtgesellschaftliche Verantwortung" zu übernehmen.

In seinem Schreiben macht Padutsch auch darauf aufmerksam, dass sich die derzeitige Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt mittel- und langfristig nachteilig auf die wirtschaftliche und nachhaltige Immobilienbewirtschaftung auswirken könne, wenn kein Umdenken einsetzt.

Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt betreffe nicht mehr nur Menschen mit niedrigem Einkommen, sondern auch große Teile der sogenannten Mittelschicht, warnt Padutsch. Um diese „bedrohliche gesellschaftspolitische Entwicklung" zu bremsen, hat Padutsch im eigenen Wirkungsbereich die Richtlinien für Flächenwidmungs- und Bebauungsplan-Verfahren in der Stadt Salzburg verschärft (siehe Aussendung vom Freitag, 8. Februar 2013). Allerdings - so Padutsch - wären „ohne Kirchturmdenken" zusätzlich wirksame Instrumente der überörtlichen Raumplanung durch das Land notwendig.

Vor diesem Hintergrund erschließe gerade gewerblichen Bauträgern und dem „freien Markt" vor allem das neue Modell der Richtwertmiete neue Möglichkeiten bei der Vermietung. Diese erfolgt dabei zu solchen Konditionen (Richtwertmiete dzt. 7,30 Euro netto), dass nach den Bestimmungen des Salzburger Wohnbauförderungsgesetzes die Gewährung der allgemeinen Wohnbeihilfe möglich ist. „Die soziale Treffsicherheit bei der Vergabe der Wohnungen kann etwa durch Einbindung des Wohnungsamts sichergestellt werden", meint Padutsch.

Die neuen Richtlinien sehen unter anderem bei der Umwidmung von Grünland in Bauland grundsätzlich einen 75prozentigen geförderten Mietwohnungsanteil vor. Bei der Erhöhung zulässiger Baudichten ist ebenfalls eine zusätzliche Nutzung im öffentlichen Interesse sicher zu stellen. Prinzipielles Ziel sei es, künftig bei allen Bauprojekten einen 25prozentigen Anteil an geförderten Mietwohnungen bzw. nach dem Richtwertemiete-Modell zu erreichen.

Dass die Stadtplanung auf dem richtigen Weg ist, zeigt eine Analyse der vergangenen sieben Jahre: seit 2005 wurden für 72 Flächen Änderungen der Widmung oder der Bebauungspläne erlassen. Diese Flächen bieten Platz für 3465 Wohneinheiten, von denen 2071 (60 Prozent) geförderte Mietwohnungen sind. „Es gelingt uns zusehends, unter Schonung des Grünlands Flächen für den sozialen Wohnbau zu mobilisieren", ist Padutsch überzeugt.

Schreiben von Padutsch an Bauträger

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Padutsch appelliert an Bauträger: „Mehr Wohnungen für Wohnbauhilfe bauen"
RSS
f