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Schallmoos: mehr Grün, weniger motorisierter Verkehr und Orte für Begegnung

01.11.2012Demokratie: Mitbestimmung

Seit dem Frühjahr 2012 haben die BewohnerInnen von Schallmoos im Rahmen der Ideenwerkstadt SchallmoosWest gemeinsam mit Experten und Expertinnen ihre Visionen und Ideen für den Stadtteil erarbeitet.

Die Salzburger Stadtplanung fragte Menschen vor Ort und diese gaben viele Antworten und stellten neuen Fragen. Gestern, 31. Oktober 2012 wurden die ersten Ergebnisse präsentiert, die nächsten Schritte konkretisiert und ein erstes Maßnahmen-Budget von rund 150.000 Euro in Aussicht gestellt.

Es gibt viele Gründe, sich mit Schallmoos zu beschäftigen. Der Stadtteil ist sehr zentral gelegen. Er ist durchmischt von Gewerbe und Wohngebiet und liegt an der großen Stadteinfahrt Vogelweiderstraße. Er ist umgeben von Schienen und direkt am Salzburger Hauptbahnhof gelegen. Bisher schlecht erschlossen, öffnet sich nun der Bahnhof in naher Zukunft auf die Schallmooser Seite mit einer großen Passage für FußgängerInnen. Stadtrat Johann Padutsch hat mit seiner Stadtplanung dies zum Anlass genommen, auf den sich verändernden Stadtteil einen genauen Blick zu werfen, gemeinsam mit den Menschen, die dort wohnen.

In verschiedenen Treffen wurden wir aufgefordert, uns einzubringen. In der Analyse wurde erhoben: wie geht es uns Menschen vor Ort, was mögen wir an unserem Stadtteil, was nicht. Was wünschen wir uns, und was soll sich ändern, weil es nicht oder schlecht funktioniert", berichtet GRin Barbara Sieberth, die selbst in Schallmoos lebt, „sechs Bereiche haben wir heraus gearbeitet."

· Starkes Thema war natürlich der motorisierte Verkehr, sei es im Bereich der Schleichwege durch den Stadtteil oder der Bus- und LKW-Verkehr, der die BewohnerInnen belastet.

· Diskutiert wurde auch, wie sich das Wohnen im Schallmoos weiter entwickeln soll, idealerweise verbunden mit Arbeitsplätzen und mit einem kulturellem und sozialem Angebot vor Ort.

· SchallmooserInnen wünschen sich einen grünen Stadtteil, mit größeren und kleineren Grünoasen, die zum Verweilen einladen, aber auch mit attraktiven Geh- und Radwegen, die eine sichere und autofreie Mobilität ermöglichen.

· Die große bestehende Grünfläche - der Dr. Hans Lechner Park - ist in die Jahre gekommen, wir wünschen uns eine Umgestaltung, die wieder näher an den Bedürfnissen der Menschen ist, die den Park fast täglich nutzen. Spannend ist die Chance, dort einen nächsten Gemeinschaftsgarten zu gründen, der gemeinschaftliches „Garteln" im Stadtteil ermöglichen soll, ein Trend, der in vielen Städten Europas bereits Einzug hält und in Salzburg mit dem Interkulturellen Stadteilgarten in Itzling schon ein Vorbild hat.

· Der Wunsch nach Begegnungszentren kommt aus zwei Richtungen. In Schallmoos gibt es bereits acht Moscheevereine, die in Hinterhöfen ihre Glaubensräume haben. Gemeinsam wollen sie ein repräsentatives Glaubenshaus für Muslime im Stadtteil.

· Aber auch die Kultur und das Soziale braucht in Schallmoos einen Raum für Begegnung, handwerkliches und künstlerisches Arbeiten, Feste feiern, etc., so die Arbeitsgruppe.

Vielen Menschen von jung bis alt mit durchaus unterschiedlichen Bedürfnissen haben sich in den Arbeitsgruppe beteiligt. Die Stadtplanung hat daraus einen Katalog an Maßnahmen erarbeitet, der nun auch mit Unterstützung der anderen Ressorts umgesetzt werden soll. Zu Beginn steht schon sehr konkret die Umgestaltung des Lechner-Parks, aber auch erste Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Dafür ist 2013 auch schon ein Budget von rund 150.000 Euro verhandelt", freut sich Sieberth. „Dass die gelebte Bürgerbeteiligung hier nicht endet, zeigt auch der Blick in die Zukunft. Die Stadtplanung wird weiterhin mit den Bürgern und Bürgerinnen in Kontakt bleiben, das nächste Stadtteilfest zum Feiern der gemeinsamen Arbeit ist auch schon geplant."

Die Protokolle, Ergebnisse und weiterführende Informationen sind auf der begleitenden Projektwebsite   zu finden.

Fotos von der Veranstaltung stehen zum Download zur Verfügung, Quelle: Bürgerliste Salzburg

 

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