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Unterstützung für MARK gefordert

09.07.2012Kultur: Kulturfinanzierung

Der Prüfbericht MARK wurde im heutigen Kontrollausschuss einstimmig zur Kenntnis genommen. Bürgerliste fordert Einmalzahlung der Stadt zur Ausfinanzierung der Baukosten in Höhe von zumindest 10.000 Euro.

Zur VP-Lesart des Berichtes kann man nur sagen: Lernen Sie lesen, Frau Wörndl!

In ihrer Presseaussendung vom 25. Juni 2012 wettert GR Marlene Wörndl (ÖVP) anlässlich der Veröffentlichung des Prüfberichtes MARK gegen den Verein und die Mitarbeiter. Sie spricht von „Missständen", die rasch abgestellt werden müssen und bezeichnet die Geschäftsführer als „Hasadeure". "Bei dieser Wortwahl fragt sich tatsächlich, wer den Prüfbericht gelesen hat und wer nicht", so der Kommentar von Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste und Mitglied des Kontrollausschuss.

Aber, wie es Frau Wörndl auch drehen und wenden will: Der Kontrollamtsbericht zum Verein MARK hat weder Missstände, noch sonstige Verfehlungen aufgezeigt. Vielmehr konnte das Kontrollamt eine „sparsame, wirtschaftliche und zweckmäßige Verwendung der zugewiesenen Fördergelder" feststellen (siehe Seite 40 des Berichtes).

Anlässlich der heutigen Sitzung des Kontrollausschusses ist wieder einmal klar hervorgekommen, dass das MARK als Jugendkulturzentrum unverzichtbar ist und wichtige Kultur- und Sozialarbeit leistet.

Personalkosten liegen unter dem Durchschnitt und sind im Prüfzeitraum gesunken!

Die ÖVP regt sich auf, dass 60 Prozent der Aufwendungen Personalkosten betreffen. Das Kontrollamt stellt zu dazu allerdings fest, dass die Personalkosten in den letzten Jahren nicht gestiegen, sondern von rund € 68.000,- auf 61.000 Euro gesunken sind. Auf Seite 25 hält das Kontrollamt weiter fest, dass die Gehälter der Geschäftsführer des MARK niedrig sind und unter dem Gehalt eines von der Ausbildung her vergleichbaren Beamten, aber auch und auch unter dem Gehalt eines Arbeitnehmers im Gesundheits- und Sozialbereich liegen.

Mehrkosten des Umbauprojektes bis auf einen offenen Rechnungsbetrag von rund 38.000 Euro ausfinanziert!

Ursprünglich wurde die städtische Immobiliengesellschaft (SIG)mit einer Kostenschätzung beauftragt. Die von der SIG mit rund 1,3 Mio. Euro ermittelten Umbau bzw. Adaptierungskosten wurden vom Kontrollamt als weit zu hoch bemängelt. (!) Bei der vom Verein vorgelegten Kostenschätzung von rund 500.000 Euro wurde vom Kontrollamt lediglich kritisch angemerkt, dass keine Bandbreite in Höhe von rund 10 Prozent für unvorhersehbare Kosten vorgesehen war. Eine Fehlkalkulation bzw. ein kostspieliges Projekt, wie die ÖVP meint, hat das Kontrollamt nicht festgestellt. Vielmehr wurde durch den Kontrollamtsbericht bestätigt, dass ein Teil der baubedingten Mehrkosten vor allem im Bereich des Schall- und Brandschutz durch nachträgliche Behördenauflagen verursacht wurde. Zum Umbau selbst attestiert das Kontrollamt (Seite 37) eine funktionierende Projektorganisation und Projektabwicklung, die unter engem Einbezug des Vereines MARK und dem Eigentümer stattgefunden hat. Es hält weiter fest, dass der Ausbauzustand einem „sauberen Rohbauzustand" mit dem Ziel, dem Verein durch kreative Eigenleistung entsprechenden Gestaltungsspielraum zu geben und damit auch Kosten zu sparen, entspricht. Bei den Schallschutzmaßnahmen, dem Brandschutz und der Haustechnik wurde ein sehr hoher Qualitätsstandard realisiert.

Finanzielle Hilfestellung durch Einmalzahlung notwendig!

Zu dem nach der Sanierung nun noch offenen Betrag heißt es im Kontrollamtsbericht auf Seite 46: „Trotz Mehrkosten, die baubedingt , aus erforderlicher Bestandsanierung und bauherrengewünscht aufgetreten sind, hat der Verein die noch offenen Errichtungskosten deutlich reduziert, womit der Umbau bis auf einen offenen Rechnungsbetrag von rund 38.000 Euro ausfinanziert ist."

Während die Stadt-ÖVP von einer „ politischen Bankrotterklärung" spricht und eine finanzielle Unterstützung zu den Baukosten kategorisch ablehnt, ist die für Jugend zuständige Landesrätin Widmann, ebenfalls von der ÖVP, offenbar anderer Meinung. Aus ihrem Ressort erhält der Verein zumindest ein zinsloses Darlehen, um einen Teil der Kosten bezahlen zu können. Auch der Eigentümer hat sich bereit erklärt einen Beitrag zu leisten. „Nun ist die Stadt an der Reihe dem Verein mit einer Einmalzahlung in Höhe von zumindest 10.000 Euro zu helfen", merkt Haller GR der Bürgerliste an. Sie appelliert an Bürgermeister Schaden, die Forderung der Bürgerliste zu unterstützen.

Prüfbericht zum Download

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