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Mahnmal Bücherverbrennung

27.10.2011Kultur

Gedenktafel zur Erinnerung an die Bücherverbrennung kommt - Mahnmal als sichtbares Zeichen gegen den Ungeist der Intoleranz weiterhin notwendig!

Anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertages erinnert Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste/Mitinitiatorin der Stolpersteine an die Verpflichtung der Stadt , endlich an die Bücherverbrennung, die am 30.April.1938 am Residenzplatz stattfand, angemessen zu erinnern.

Neugestaltung des Residenzplatzes- bewegliches Mahnmal :

Im Zuge der Neugestaltung des Residenzplatzes war auch eine angemessene Erinnerung an die Bücherverbrennung vorgesehen. Das Siegerprojekt der Architekten Rieder und Knittel sah ein bewegliches Mahnmal zur Bücherverbrennung vor. Das Mahnmal sollte tagsüber eine im Boden eingelassene Platte sein. Auf dieser wären die prophetischen Worte Heinrich Heines aus dem Jahr 1821 zu lesen gewesen: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." In der Nacht hätte sich das Mahnmal zu einer programmier- und bespielbaren Lichtskulptur verwandelt.

Gedenktafel zur Bücherverbrennung- ein erster Schritt:

Nach dem Aus für die Neugestaltung des Residenzplatzes enthüllt die Stadt Salzburg nunmehr am 25. November 2011 eine Gedenktafel, die an die Bücherverbrennung am 30.4.1938 mahnend erinnern soll. Als Standort wurde vom Stadtarchiv die Michaelskirche am Residenzplatz ausgewählt. „Die Anbringung einer Gedenktafel ist nach der jahrelang geführten Diskussion sicherlich ein erster Schritt", kommentiert Ingeborg Haller, die geplante Enthüllung der Gedenktafel. Haller fordert bereits seit Jahren eine angemessene Erinnerung an dieses Verbrechen der Nazis gegen die Meinungsfreiheit.

Künstlerisch gestaltetes Mahnmal als angemessenes Zeichen notwendig:

Die Gedenktafel ersetzt aber keineswegs die Errichtung eines künstlerisch gestalteten Mahnmals, das von der Bürgerliste seit Jahren gefordert wird. Bei der aktuellen Diskussion um die Platzgestaltung des Residenzplatzes sollte daher nicht nur über „Probeflächen" gestritten werden. Vielmehr muss sich die Stadt Salzburg ihrer Verpflichtung bewusst werden und darüber nachdenken, wie ein künstlerisch gestaltetes Mahnmal, das am Ort des Geschehens angemessen an die Bücherverbrennung erinnert, in die Platzgestaltung integriert werden kann. „Denn gerade dann, wenn es um das Erinnern und Mahnen an die Verbrechen der NS-Zeit im öffentlichen Raum geht", stellt Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste und Mitinitiatorin des Personenkomitees STOLPERSTEINE fest, „braucht es sichtbare Zeichen gegen des Ungeist der Intoleranz. Salzburg soll sich weiterhin für ein mutiges Projekt an diesem prominenten Platz entscheiden und sich nicht mit einer Gedenktafel zufrieden geben."

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