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Salzburg AG und Flughafen nach wie vor fest in Männerhand: Nur gesetzlich verpflichtende Quoten bringen die Frauen weiter!

03.10.2011Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Frauen sind gut ausgebildet und trotzdem sind die Aufsichtsräte und Vorstände in den öffentlichen Unternehmungen von Stadt und Land zu fast 80 Prozent mit Männern besetzt.

Die Salzburg AG zeigt vor, wie ein von Männern dominiertes Unternehmen ausschaut:

  • 15 Aufsichtsräte 15 Männlich
  • 2 Vorstände 2Männlich
  • 9 Prokuristen 9 Männlich

Auch die Salzburger Flughafen GmbH steht nicht besser da:

  • 14 Aufsichtsräte 14 Männlich
  • 2 Geschäftsführer 2 Männlich
  • 1 Prokurist 1 Männlich

Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft GSWB hat mit zwei Aufsichtsrätinnen zumindest einen geringen Frauenanteil:

  • 12 Aufsichträte 10 Männlich 2 Weiblich
  • 2 Geschäftsführer 2 Männlich
  • 2 Prokuristen 2 Männlich

Die von der Bürgerliste aufgezeigten Zahlen belegen, dass eine freiwillige Selbstbindung nichts bringt, sondern nur verpflichtende Quoten!

Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste und selbst Aufsichtsrätin in der stadteigenen Salzburger Immobilien Gesellschaft (SIG) sowie der Parkgaragengesellschaft, hat sich im Vorfeld zum Equal Pay Day erneut die Zahlen in den Gesellschaften, bei denen Stadt und Land beteiligt sind, angesehen und die aktuellen Frauenquoten recherchiert:

13 Unternehmen, an denen die Stadt Beteiligungen hält, belegen, dass die öffentliche Hand keineswegs mit gutem Beispiel voran geht. Im Gegenteil: Frauen sind sowohl im Aufsichtsrat als auch in der Geschäftsführung entweder gar nicht oder nur marginal vertreten. Dabei handelt es sich um wichtige Unternehmen, wie die Osterfestspiele Salzburg GmbH, die Salzburg Museum GmbH oder Salzburger Land Tourismus, die ebenfalls in Form einer GmbH organisiert ist. Die Salzburg AG, Salzburger Flughafen sowie das Messezentrum finden sich ebenso auf der Liste. Insgesamt sind bei den geprüften Gesellschafen 114 Aufsichtsräte bestellt. Aktuell finden sich unter den Aufsichtsräten aber nur 25 Frauen, was einer durchschnittlichen Quote von 22 Prozent entspricht.

Im Aufsichtsrat der Salzburg AG (15 Sitze) und des Salzburger Flughafens (14 Sitze) ist keine einzige Frau zu finden. Auch der Aufsichtsrat der Osterfestspiele ist ausschließlich männlich besetzt. Auf der Ebene der Geschäftsführung schaut es ebenfalls sehr düster aus. Von den 13 Gesellschaften werden nur zwei von Frauen geführt: Der Zoo Salzburg und die Salzburger Ticketgesellschaft.

Es ist hoch an der Zeit, dass in diesen wichtigen Betrieben von Stadt und Land Schritte zur Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzt werden", ist Ingeborg Haller, überzeugt. Lippenbekenntnisse alleine genügen nicht. „Ich erwarte mir von Stadt und Land, dass in Hinkunft Frauen in Geschäftsführung und Aufsichtsrat, insbesondere in der Salzburg AG und dem Salzburger Flughafen gefördert werden. Die erste Nagelprobe wird die Nachbesetzung von Arno Gasteiger, Vorstand der Salzburg AG sein", so Haller weiter. „Bisher waren medial allerdings nur Männer als potentielle Nachfolger im Gespräch."

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