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Offener Brief gegen sexistisch-pornographische Werbung

02.09.2011Frauen

Mit einem offenen Brief protestieren die Grünen Frauen und andere gegen eine sexistisch-pornographische Werbung eines Wäscheherstellers.

Sehr geehrte Frau Biberger!

Auf der vorletzten Seite des Europark-Magazins Nr. 3.11, das in der vergangenen Woche an viele Haushalte als Zeitungsbeilage ging, befindet sich ein Gutschein der Unterwäschemarke Skiny. Wir erkennen einen Mann und eine Frau in Unterwäsche. Die Frau im vorderen Bildteil isst beim genaueren Hinsehen wohl eine Banane, die Unschärfe fordert aber eine pornographische Interpretation heraus (siehe Anhang).

Die Watchgroup gegen sexistische Werbung in Salzburg nimmt demnächst ihre Arbeit auf. Bis dahin orientieren wir uns an einem Kriterienkatalog der Watchgroup Graz (siehe Anhang). Oben genannte Werbung ist unserer Meinung nach als im höchsten Maß sexistisch zu werten, also der Stufe 5 (von 5) laut Kriterienkatalog zuzuordnen:

Frauen sind sexueller Anreiz für Männer, beschränkt auf ihren sexuellen Gebrauchswert, der hier durch das bildliche Arrangement unterstrichen wird.Die sexualisierte und in diesem Fall auch pornografische Darstellung reduziert die Frau auf sexuelle Gefügigkeit, der weibliche Sex wird zur Anpreisung von Waren missbraucht.

Wir, Vertreterinnen der GRÜNEN Frauen und der SPÖ Frauen/Badgirls lehnen diesen pornographischen Sexismus ab und werden das genannte Sujet beim Werberat anzeigen.

Sexistische und pornographische Werbung ist inakzeptabel. Wir laden Sie aber ein, sich im Interesse ihrer Kundinnen, mit dem Thema auseinderzusetzen. Darüber hinaus freuen wir uns auf ihre Stellungnahme als Verantwortliche für den Inhalt des Europarkmagazins! Ebenso werden wir die Veantwortlichen der Firma Skiny mit dieser Angelegenheit befassen.

Wir werden bis auf Weiteres nicht bei Skiny einkaufen und fordern auch alle Mitmenschen auf, Firmen, die sich sexistischer Werbung bedienen, zu boykottieren.

Europark-Management und -Marketing haben sich umgehend zu diesem Vorfall geäußert. Lesen Sie hier die Stellungnahme des Unternehmens:

Stellungnahme Europark (PDF, 65k)

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