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Öffentliche Unternehmen: Keine einzige Frau in Managerfunktion!

26.08.2011Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Rechnungshof prüft Managerverträge der öffentlichen Unternehmungen mit Beteiligung von Stadt und Land Salzburg

Der aktuelle Bericht des Bundesrechnungshofes über die Verträge der geschäftsführenden Leitungsorgane in öffentlichen Unternehmungen zeigt auf, dass in Salzburg keine einzige Frau in einer Managerfunktion tätig ist. Bundesweit übten Frauen im Prüfungszeitraum (2008))weniger als 5% Managerfunktionen aus. Die Geschlechterkluft in Öffentlichen Unternehmungen ist daher enorm.

Diese vom Rechnungshof aufgedeckten Zahlen belegen, dass Frauen in Österreich, und speziell in Salzburg in Leitungsfunktionen von öffentlichen Unternehmungen mit Beteiligung des Landes und der Stadt nicht einmal vorkommen", stellt Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste, Mitglied des Kontrollausschusses zu dem heute übermittelten Rechnungshofbericht fest.

Es bedarf dringend geeigneter Maßnahmen, um dieses Ungleichgewicht zu mindern", ist Haller überzeugt. Denn gerade Unternehmungen, die mehrheitlich dem Land oder der Stadt Salzburg gehören, wie die GSWB ,die Salzburg AG , der Salzburger Flughafen, haben eine Vorbildfunktion und sollten eigentlich mit gutem Beispiel vorangehen.

Wenn Landtagspräsident Illmer in seiner Reaktion auf die Kritik des Rechnungshofberichtes zur Erhöhung der Frauenquote auf Bildungsmaßnahmen setzt, ist das durchaus begrüßenswert. Es darf aber kein Lippenbekenntnis bleiben. Spezielle Schulungsprogramme für Frauen in Spitzenpositionen sind sinnvoll.

In Salzburg gibt es allerdings sicherlich schon jetzt genügend qualifizierte Frauen, die in der Lage wären, Führungspositionen zu übernehmen", ist Haller überzeugt.

Die Gründe, warum Frauen aber oft trotz guter Ausbildung in den Top-Positionen unterrepräsentiert sind, sind vielfältig: Neben traditionellen Rollenbildern, wonach Frauen ihren Platz in der Familie haben, ungeeigneten Rahmenbedingungen, wie lange Arbeitszeiten und zu wenige Betreuungseinrichtungen, um Familie und Beruf vereinbaren zu können, spielen auch bestehende Männernetzwerke eine Rolle, die verhindern ,dass Frauen die „gläserne Decke" durchstoßen.

Der Rechnungshofbericht zeigt jedenfalls auf, dass es hoch an der Zeit ist, in diesen wichtigen Betrieben von Stadt und Land Schritte zur Gleichstellung von Frauen und Männern zu setzen. Es braucht daher nicht nur bei der Besetzung von Aufsichtsratspositionen, sondern auch bei der Besetzung von Managerfunktionen eine verpflichtende Quote für qualifizierte Frauen", ist Haller überzeugt.

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