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Psychische Erkrankungen steigen rasant - Wann übernimmt die Kassa die Psychotherapie?

20.06.2011Natur und Umwelt: Gesundheit

Trotz Zunahme von Krankheitsfällen - 900.000 in Österreich - gibt es in Salzburg keine flächendeckende kassenfinanzierte Psychotherapie, kritisiert GR Bernhard Carl.

Seit beinahe 20 Jahren gibt es in Österreich keine ausreichende Finanzierung für psychotherapeutische Behandlungen. Und das, obwohl die Zahlen alarmierend sind. So berichtete der Hauptverband der Sozialversicherungsträger erst Ende vergangener Woche, dass 900.000 ÖsterreicherInnen unter psychischen Erkrankungen leiden, 840.000 nehmen Psychopharmaka.

„Trotz dieser Zahlen und der vom Hauptverband festgestellten Wachstumsdynamik bei psychischen Erkrankungen, gibt es bis heute in Salzburg keine kassenfinanzierte Psychotherapie. Denn der gesetzliche Auftrag aus dem Jahr 1992 wurde bis heute nicht umgesetzt. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger stimmte im Jahr 2000 gegen einen fertigen Gesamtvertrag und hat seither keine weitere Gesamtvertragsverhandlung zugelassen. Es ist höchste Zeit, dass die Salzburger Gebietskrankenkasse die Verhandlungen wieder aufnimmt und bis dahin den Therapiezuschuss erhöht", so der Gesundheitssprecher der Bürgerliste, Bernhard Carl, im Zivilberuf selbst klinischer Psychologe und Psychotherapeut.

Ein entsprechender Antrag von Bernhard Carl vom Februar vergangenen Jahres hat nur zu lapidaren Antworten von Seiten der Versicherungsträger geführt, passiert ist nichts.

Das Verschreiben von Psychopharmaka kann nicht die einzige Antwort auf steigende Erkrankungen sein. Psychotherapie selbst bezahlen zu müssen heißt, dass für die erkrankten eine große Hemmschwelle aufgebaut wird. Das schafft einerseits viel Leid und ist andererseits auch volkswirtschaftlich unsinnig, weil Erkrankungen mit Psychotherapie besser behandelt werden können und so Folgeerkrankungen vermieden bzw. die derzeit sehr hohen Krankenstände verkürzt werden könnten", appelliert Carl an die Verantwortlichen, nun endlich aktiv zu werden.

Außerdem muss sofort der Psychotherapie-Zuschuss aus dem Jahr 1992 (21,80 Euro) für alle Versicherten auf 40 Euro zu erhöht werden, fordert Carl.

 

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