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Mobilitätsmanagement: Studie empfiehlt Umstieg auf Hybrid-Autos und Einsparungen bei Parkplätzen

23.05.2011Natur und Umwelt: Umweltschutz

Mitarbeitergesundheit, Klima- und Umweltschutz im Magistrat können gezielt verbessert werden

Über 100 Seiten stark ist die Studie zum Mobilitätsmanagement für den Magistrat Salzburg, die nun endlich vorliegt. Zahlreiche Empfehlungen zur umweltverträglichen Mobilität zum und im Betrieb warten nun auf ihre Umsetzung. BL-Verkehrssprecher Bernhard Carl sieht drei Bereiche, in denen sofort Maßnahmen gesetzt werden müssen:

Dienstwagen

Wie großzügig in der Stadt Salzburg fallweise mit dem Einsatz der Präsidialfahrzeuge und ihrer Chauffeure umgegangen wird, dürften wir ja in der vergangenen Woche erfahren. Die Studie belegt aber auch, wie umweltschädlich die drei Fahrzeuge von Bürgermeister und Vizebürgermeistern sind: „Aufgrund der stärkeren Motorisierung und der hohen Kilometerleistungen emittieren die Präsidialfahrzeuge im Vergleich zu den (anderen) Dienst-Pkw im Magistrat fast die fünffache Menge an CO2", heißt es da.

Empfohlen wird deshalb die Umstellung auf Fahrzeuge mit klimafreundlichem Antrieb. Für knapp über 25.000 Euro sollten Hybridfahrzeuge (Verbrauch im Schnitt 3,9 Liter auf 100 Kilometer) angeschafft werden, durch den Verkauf der vorhandenen Präsidialfahrzeuge (Zeitwert 44.000 Euro) würde für diese Maßnahme Kosten von 32.000 Euro entstehen.

Reduziert die Stadt die Präsidialfahrzeuge auf zwei Stück, die quasi als Pool-Fahrzeuge dienen, dann kostet eine Umstellung auf klimafreundlichen Antrieb lediglich 7.000 Euro. Das wäre ein echter Beitrag zum Klimaschutz. Noch klimafreundlicher wäre es natürlich, auch bei den zu fahrenden Kilometern zu sparen, was nicht ganz unmöglich erscheint", meint Bernhard Carl.

Parkgenehmigungen

162 Parkplätze stellt das Magistrat an fünf Verwaltungsstandorten in der Innenstadt für seine MitarbeiterInnen zur Verfügung, davon 35 in der Mirabellgarage. Alleine für die von September bis Juni angemieteten Stellplätze in der Tiefgarage fallen Kosten von 20.380 Euro jährlich an!

Insgesamt wurden für diese fünf Standorte für das Jahr 2009 259 Parkberechtigungen ausgestellt. Wie wenig Vorbildwirkung die Gemeinderäte der Stadt Salzburg in Sachen umweltfreundlicher Mobilität haben, zeigt die Statistik der Bewilligungen für PolitikerInnen: 32 von 40 gewählten MandatarInnen haben sich eine Parkgenehmigung geholt. Mit anderen Worten: Mit Ausnahme der sieben Bürgerlisten-Gemeinderäte und GR Blagi haben ALLE eine Parkgenehmigung, egal wie nah oder fern sie vom Schloss Mirabell wohnen bzw. arbeiten.

Wie soll es gelingen die MitarbeiterInnen des Magistrates von den Vorzügen des öffentlichen Verkehrs zu überzeugen, wenn abgesehen von der Bürgerliste alle PolitikerInnen mit dem Auto ins Schloss Mirabell fahren wollen? Der Schlosshof sollte bis auf vier bis fünf Stellplätze für Ladetätigkeiten autofrei sein. Damit kann die Stadt zeigen, wie ernst es ihr mit umweltfreundlicher Politik wirklich ist", so Carl.

Mobilitätsbeauftragte/r

Dringend empfohlen wird in der Studie auch die Einsetzung eines Mobilitätsteams bzw. einer/eines Mobilitätsbeauftragten. „Nur durch kontinuierliche Informationsarbeit lassen sich Erfolge erzielen. Das Magistrat braucht dazu zumindest eine Halbzeitstelle. Das Einsparungspotential wird alleine bei den Kosten für Treibstoff und Parkraumbereitstellung so hoch sein, dass sich diese Stelle sicher aufkommensneutral finanzieren lässt. Insgesamt, also wenn man die Effekte für die Mitarbeitergesundheit, den Klima- und Umweltschutz mit einrechnet, ist das Mobilitätsmanagement jedenfalls ein Gewinn!"

Die von der Bürgerliste beantragte Erstellung des Mobilitätskonzeptes hat lange genug gedauert und war mit viel Mühen verbunden. Das jetzt vorliegende Maßnahmenpaket muss - auch wenn es spürbare Einschnitte enthält - konsequent umgesetzt werden. Nur so kann das öffentliche Unternehmen Magistrat als Vorbild für andere Organisationen wie Schulen und private Betriebe dienen", so Carl.

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