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Integrationsstunden: Bedarf ist schon jetzt nicht gedeckt

19.05.2011Soziales: Kinder und Jugendliche

Empört reagiert Gemeinderat Gernot Himmelfreundpointner auf die Ankündigung von LH Burgstaller, den fehlenden Bedarf an Integrationsstunden durch Umverteilung zu decken.

„Ich weiß nicht, wie sich Landeshauptfrau Gabi Burgstaller den Integrationsunterricht vorstellt. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung als Pflichtschullehrer, dass der gemeinsame Unterricht von Kindern mit mehr oder weniger sonderpädagogischem Förderbedarf jedenfalls sehr fordernd ist.

Auf die steigende Zahl an Integrationsklassen und den steigenden Bedarf an Integrationsstunden mit ‚Umschichtung' von Stunden zu reagieren, zeugt von Realitätsferne. Ich war schon als dritte Lehrkraft in Integrationsklassen eingesetzt und war bei weitem nicht unterbeschäftigt. Vielleicht möchte sich die Landeshauptfrau einmal selbst in eine Klasse stellen, damit sie abschätzen kann, ob ‚Umverteilung' die richtige Antwort auf steigende Klassenzahlen ist", so Himmelfreundpointner. Der Bedarf an Integrationsstunden sei jetzt schon nicht ausreichend gedeckt. Diese Situation müssten Kinder wie Lehrer ausbaden und wirke sich natürlich auf die Qualität des Unterrichtes aus.

Beschämend ist für Himmelfreundpointner auch die in diesem Zusammenhang geführte Diskussion um Kleinstschulen. „Das gegenseitige Ausspielen von Bildungseinrichtungen, hier kleine Landschulen auflassen oder dort den Integrationsunterricht faktisch beschneiden, ist empörend. An der Ausbildung in den Pflichtschulen zu sparen ist ein verheerendes Signal an die Gesellschaft", findet Gernot Himmmelfreundpointner. „Das Land muss für eine steigende Anzahl an Integrationsklassen auch steigende Mittel in die Hand nehmen, alles andere sind Budgettricks zu Lasten der SchülerInnen! Statt Löcher zu stopfen sollte die Landeshauptfrau den tatsächlichen Bedarf an Integrationsstunden erheben und dann ein Konzept erstellen, wie dieser heute und in Zukunft abgedeckt werden kann, ohne dass er zu Lasten anderer Schulen oder Schulklassen geht."

 

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