RSS
f
Startseite > Presse > Mahnmal in der Warteschleife!
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Mahnmal in der Warteschleife!

29.04.2011Demokratie

Bürgerliste fordert die Errichtung eines Mahnmals zum Gedenken an die Bücherverbrennung am Residenzplatz!

Es braucht an diesem zentralen Platz inmitten der Altstadt ein Mahnmal, das angemessen an die Bücherverbrennung erinnert. Eine unauffällige Gedenktafel reicht nicht aus!

Gerade dann, wenn es um das Erinnern und Mahnen an die Verbrechen der NS-Zeit im öffentlichen Raum geht", stellt Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste und Mitinitiatorin des Personenkomitees STOLPERSTEINE fest, „braucht es sichtbare Zeichen und keine versteckte Tafeln".

Sie mahnt anlässlich des Jahrestages zum Gedenken an die Bücherverbrennung, die am 30.April 1938 stattfand, erneut die Umsetzung eines Mahnmals ein. Haller teilt die Ansicht von Kulturreferent und Landeshauptfrau-Stellvertreter Mag. David Brenner, dass die Stadt Salzburg eine historische Verpflichtung hat, ein „Zeichen gegen Ungeist der Intoleranz" zu setzen. Sie begrüßt daher seine Initiative, im Kunstpavillon „White Noise" mit Ensemble- Mitgliedern des Landestheaters eine Lesung zu veranstalten und lädt ihn ein, den Vorschlag der Bürgerliste zu unterstützen.

Denn Haller befürchtet, dass die Stadt weiterhin keine angemessenen Zeichen setzt und nichts passiert:

Während Bürgermeister Schaden bloß eine Gedenktafel umsetzen will, stellt die unter der Federführung von Stadträtin Schmidt eingesetzte Arbeitsgruppe zur Gestaltung des Residenzplatzes überhaupt keine Überlegungen zu einem Mahnmal an. Haller erinnert in diesem Zusammenhang an das Siegerprojekt der Architekten Rieder und Knittel zur Neugestaltung des Residenzplatzes aus dem Jahr 2008, das ein bewegliches Mahnmal zur Bücherverbrennung vorsah.

Das Mahnmal sollte tagsüber eine im Boden eingelassene Platte sein. Auf dieser wären die prophetischen Worte Heinrich Heines aus dem Jahr 1821 zu lesen gewesen: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." In der Nacht hätte sich das Mahnmal zu einer programmier- und bespielbaren Lichtskulptur verwandelt. „Eine Gedenktafel wäre daher ein Rückschritt", so die Ansicht Hallers. „Salzburg soll sich für ein mutiges Projekt an diesem prominenten Platz entscheiden". Sie fordert unter Einsetzung einer Fachjury die Ausschreibung und rasche Umsetzung des Projektes.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Mahnmal in der Warteschleife!
RSS
f