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Equal Pay Day - Niedrigere Löhne für Frauen und Wirtschaftserholung ohne Frauen

12.04.2011Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Für das Geld, das Männer im Jahr 2010 verdient haben, mussten Frauen im Schnitt über drei Monate länger, nämlich bis 13. April 2011 arbeiten! Sie verdienen demnach immer noch rund ein Viertel weniger als Männer.

Warum ist das so? Frauen arbeiten häufiger Teilzeit oder gar in prekäreren Arbeitsformen wie geringfügiger Beschäftigung, die den Lebensunterhalt schwer oder gar nicht deckt. Frauen arbeiten oft in Niedriglohnbranchen wie z.B. Einzelhandel, und schließlich bekommen Frauen in fast 15 Prozent der Fälle Frauen einfach weniger, weil sie Frauen sind.

Die aktuelle AMS-Statistik (1.4.2011) für das Bundesland Salzburg zeigt, dass sich die Spirale weiter nach unten dreht. Während sich nämlich die Arbeitslosenquote insgesamt verbessert hat - sie sank um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - ist sie bei den Frauen um sechs Prozent gestiegen! Die Ergebnisse für jene Branchen mit starkem Frauenanteil sind noch erschütternder: im Bereich Erziehung und Unterricht stieg die Arbeitslosigkeit österreichweit um 27 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen um 6,9 Prozent.

Was bedeutet das für die Lohnungleichheit? „Frauen in Salzburg profitieren nicht von der sich erholenden Wirtschaft, das sind die männlichen Domänen wie der Produktionssektor (z.B. Metaller Minus 23,4 Prozent)", stellt Barbara Sieberth, Gemeinderätin der Bürgerliste und Sprecherin der Grünen Frauen, fest. „Frauen kommen erschwert wieder im Arbeitsmarkt unter, eine Langzeitfolge der Krise, und bleiben ohne Erwerbsarbeit, eventuell noch mit prekären Beschäftigungsverhältnissen - wie geringfügigen Beschäftigungen - über."

Wir fordern daher: Förderungen des AMS müssen stärker in die Wiederbeschäftigung von Frauen investiert werden, Frauenförderprogramme müssen Frauen den leichteren Einstieg in männlich dominierte Branchen ermöglichen. Aber auch die Verdienste in Branchen wie dem Bildungs- und Sozialbereich müssen aufgewertet werden. Deutlich nachgebessert werden müssen auch die Kollektivverträge wie z.B. im Handel", so Sieberth und ergänzt: „Generell muss sich das Bild von Frauen in der Arbeit auch in den Köpfen ändern. Frauen sind keine Zuverdienerinnen - oft sogar Alleinverdienerinnen und ihre Arbeit ist einfach gleich viel wert. Soviel Gerechtigkeit muss sein."

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