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Frauentag 2011: GRÜNE Frauen Salzburg fordern zum „Einkommens-Outing" auf

07.03.2011Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

„Echte Gleichberechtigung braucht echt wirksame Maßnahmen" und genau damit sei es nach wie vor nicht weit her, kritisiert Barbara Sieberth, Bürgerlisten-Gemeinderätin und Sprecherin der GRÜNEN Frauen Salzburg anlässlich des Internationalen Frauentags.

„Eine der eklatanten Ungerechtigkeiten ist die nach wie vor bestehende ungleiche Verteilung von Einkommen, und diese Ungerechtigkeit wurde nun durch das gerade in Kraft getretene Gleichbehandlungsgesetz sogar noch verschärft", so Sieberth. Die GRÜNEN Frauen haben deshalb in den vergangenen Tagen an verschiedenen Standorten Gelegenheit zum Protest in Form eines „Einkommens-Outings" geladen.

Das seit 1. März gültige neue Gleichbehandlungsgesetzes hat zwar Einkommenstransparenz zum Ziel, sieht jedoch Strafen für Personen vor, die die Durchschnittseinkommen ihres Betriebes veröffentlichen! „Damit werden genau jene bestraft, die für die Transparenz sorgen, die ja angeblich vom Gesetz angestrebt wird", so Sieberth.

Das „Einkommens-Outing" der GRÜNEN Frauen kam deshalb auch einer Einladung zum Tabubruch gleich: Wer wollte, konnte in einer Art Kabine - und damit anonym - sein Gehalt auf eine Liste schreiben, ergänzt um einige Grundinformationen wie Geschlecht und Branche. „Wir wollten bewusst machen, dass Einkommenstransparenz - bei der es ja nicht um den Einzelnen sondern um eine objektive Bewertung von Tätigkeiten geht - etwas ganz Selbstverständliches sein kann. Die Leute reagierten auch durchweg positiv auf die Aktion", erklärt die Sprecherin der GRÜNEN Frauen.

Unabhängig vom „Strafparagraphen" weist das Gesetz noch zahlreiche andere inhaltliche Mängel auf", meint Sieberth. So ist nicht klar definiert, welche Einkommensbestandteile konkret in den Einkommensberichten anzuführen sind, es ist unklar, wie mit Zulagen, Überstunden, Sachleistungsbezüge und ähnlichem zu verfahren ist. Ohne Unterstützung und Kontrolle durch eine unabhängige Stelle ist damit zu rechnen, dass die Einkommensberichte wenig aussagekräftig sind, fürchtet Sieberth.

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