RSS
f
Startseite > Presse > Mehrweg am Mozartplatz!
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Mehrweg am Mozartplatz!

18.11.2010Natur und Umwelt: Umweltschutz

Umstellung des Christkindlmarktes auf Mehrwegbecher: ein erster Erfolg in Sachen Müllvermeidung, weitere Schritte sind erforderlich! Bürgerliste verlangt, dass auch am Mozartplatz auf ein Mehrwegbechersystem umgestellt wird!

Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste freut sich, dass der Christkindlmarkt ab heuer auf ein Mehrwegsystem umgestiegen ist und den Glühwein in Häferl ausschenkt, dennoch gibt es noch viel zu tun:

Sie nimmt die heutige Eröffnung des Christkindlmarktes zum Anlass, um erneut einzufordern, dass in der Stadt Salzburg in Hinkunft bei allen Veranstaltungen auf öffentlichem Grund verbindlich ein Mehrwegsystem vorgeschrieben wird.

Es ist unsinnig, wenn der Christkindlmarkt auf Mehrweg umsteigt und am Alten Markt oder am Mozartplatz weiterhin Einwegbecher ausgegeben werden. Zur effektiven Müllvermeidung braucht es ein einheitliches System, egal ob das Marktamt, das Zivilrechtsamt oder aber die Veranstaltungsbehörde zuständig sind", ist Haller überzeugt. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die Behauptung der ÖVP, wonach die Veranstaltungsbehörde, - Ressort Padutsch - per Verordnung Einweggeschirr vorschreiben würde, schlichtweg unrichtig ist. „Es wurde seitens der Veranstaltungsbehörde zwischenzeitig klar gestellt dass bei Veranstaltungen auf öffentlichen Grund die Verwendung von verletzungssicherem Mehrweggeschirr jederzeit möglich ist. Wenn der Betreiber des Ausschanks am Mozarteis zur Umstellung auf Mehrweg bereit gewesen wäre, so hätte er auch bereits heuer seine Heißgetränke - so wie der Christkindlmarkt - in Mehrwegbechern ausschenken können", so Haller, die auf eine längst überfällige flächendeckende Umstellung drängt.

Vorteil der Umstellung auf Mehrweg liegt auf der Hand!

Mehrwegsysteme führen zur Abfallvermeidung und somit zu einer Verminderung des Reinigungs- und Abfuhraufwandes für die Kommune. Mehrwegsysteme bei Veranstaltungen auf öffentlichen Grund sparen demzufolge Energie, Kosten und Ressourcen.

Das Österreichische Ökologie Institut hat über Auftrag des Amtes der Salzburger Landesregierung im Jahr 2008 und im Jahr 2009 eine Kurzanalyse des Salzburger Christkindlmarktes mit Schwerpunkt Abfallvermeidung und Abfalltrennung durchgeführt. Die Analyse zeigt, dass die Müllmenge am Christkindlmarkt von 2008 auf 2009 erneut von ca. 40 auf ca. 46 Tonnen (1,1 Tonnen auf 1,23 Tonnen pro Tag) angestiegen ist. Den größten Anteil macht der Restmüll ( nämlich 37,7 % im Jahr 2009 ) aus.

Restmüll ist bei konsequentem Einsatz von Mehrwegsystemen auf bis zu 80 % reduzierbar. Allein die Ausgabe von Heißgetränken in Mehrwegbecher reduziert laut Studie des Ökoinstitutes die Abfallmenge beim Christkindlmarkt um 2,1 Tonnen.

Mehrwegsysteme als Qualitätskriterium für Veranstaltungen im öffentlichen Raum!Politik muss daher Vorgaben formulieren, damit in Hinkunft bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum Abfall vermeidende Maßnahmen gesetzt werden. Eine Ökologisierung von Veranstaltungen auf öffentlichem Grund in der Stadt Salzburg hätte also einige auf der Hand liegende Vorteile:

  • Abfallvermeidung - Vorbildwirkung
  • Kostenersparnis für die öffentliche Hand
  • Werbeeffekt und bessere Akzeptanz durch die BesucherInnen

Die Bürgerliste hat im vergangen Jahr einen entsprechenden Antrag eingebracht und mit der Umstellung auf Mehrweg beim Christkindlmarkt bereits einen ersten Erfolg erzielt.

Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass bei Veranstaltungen auf öffentlichen Grund, bei denen ein Ausschank von Speisen und Getränken erfolgt, in Hinkunft verbindlich ein Mehrwegsystem vorgeschrieben wird", so Haller abschließend.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Mehrweg am Mozartplatz!
RSS
f