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Anti Atom Demo am 09. Oktober 2010 in München

11.10.2010Natur und Umwelt: Atomkraft

50.000 Menschen waren in München, um für den Atomausstieg zu demonstrieren - darunter auch die Bürgerliste und Salzburgs GRÜNE

„Wir alle waren dabei: Familien, StudentInnen, Menschen von der Plattform gegen Atomgefahren und von attac Salzburg, Menschen aus der Region, LAbg. Astrid Rössler, GR Bernhard Carl und ich. Was uns eint? Es ist uns nicht egal, dass Atomkraft im Nachbarland weiterhin eine Rolle spielen soll.", so Barbara Sieberth, Bürgerliste Gemeinderätin, die die Fahrt der Bürgerliste und der GRÜNEN zur Anti-Atom-Demo in München initiiert hatte. „Wir wollen eines: abschalten, abschalten, abschalten!"

Wir starteten um 10.12 mit der Regionalbahn und füllten bereits den ersten Waggon. Bis nach München war der Zug dann voller AktivistInnen, was einen ersten eindruckvollen Demozug zum Königsplatz ergab. Von den Sammelplätzen aus verteilte sich die Demonstration auf die 10 km lange Proteststrecke.

Die 10 km lange Menschenkette - die dann oft keine war, weil wir zu viele (!!) Menschen waren - schlängelte sich um die Zentralen aller, die an der Verlängerung des Atomwahnsinns in Bayern beteiligt sind:

E.ON Energie, CSU-Landesleitung, Technische Universität München, Bayrische Landesbank und Bayrische Staatsministerien. Bei der Abschlusskundgebung am Odeonsplatz sprach u.a. auch OÖ Landesrat Rudi Anschober zu den rund 50.000 DemonstrantInnen.

„Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen die Verlängerung des risikoreichen Atombetriebs. Der Atommeiler Isar 1 - nur 140 km von Salzburg entfernt - sollte in rund 200 Tagen vom Netz genommen werden, dabei muss es bleiben!" fordert Sieberth.

„Die im Oktober 2010 von der Anti-Atom-Offensive OÖ erstellte Schwachstellenanalyse zum AKW Isar 1 und der entsprechenden Baureihe SWR 69 lässt einem die Haare zu Kopf stehen. Schweißnähte, die Ermüdungsrisse haben. Druckgefäße, die nicht mehr den heutigen Basissicherheitskriterien genügen. Kein Schutz gegen Unfälle wie Flugzeugabstürze. Die Liste geht noch weiter. Jede Laufzeitverlängerung spielt mit einem Risiko, dass nicht mehr zu verantworten ist."

Einige Sprüche der DemonstrantInnen:

  • „Fällt der Bauer von seinem Traktor, steht in der Nähe ein Reaktor."
  • „Ohne Meiler ist es geiler!"
  • „E.ON blickt in eine ´strahlende` Zukunft."
  • „Wenn Deutschland sich abschafft - dann durch Atomkraft"
  • „Sonnenstrahlen statt Atomstrahlen"
  • „E.OFF!"

Im Anhang Fotos von gestern, Samstag, 9. Oktober 2010:

  1. GRe Bernhard Carl und Barbara Sieberth, LAbg. Astrid Rössler im Demozug
  2. Blick über den Demozug
  3. Ein Teil der Salzburger Gruppe formt eine Kette: Atomkraftwerke abschalten!
  4. Auch die jüngsten unter uns waren mit vollem Elan dabei.

Video Anti Atom Demo

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