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Verdienen im Salzburger Magistrat Frauen wirklich gleich viel wie Männer?

29.09.2010Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Krasses Ungleichgewicht bei Besetzung von Führungspositionen und Beschäftigung in Teilzeit manifestiert Einkommensunterschiede. Bürgerliste unterstützt die Resolution des Städtebundes zum Equal Pay Day!

Frauen verdienen in Österreich um rund 25 Prozent weniger als Männer und die Tendenz ist steigend: Die Einkommensschere zu Lasten der Frauen wird stetig größer! Der Tag der Entgeltgleichheit weist auf diese eklatante Ungleichheit hin. Der Städtebund hat eine eigene Kampagne gestartet und eine Resolution verabschiedet, die dringende Maßnahmen zur Beseitigung der Lohnungleichheit fordert!

Und wie schaut es im Salzburger Magistrat aus?, hinterfragt Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste die Bezahlung von Frau und Mann in der Stadt.

Auch wenn Bürgermeister Schaden erst vor kurzem anlässlich der Diskussion zum Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frau und Mann im Juni 2010 verkündet hat, dass in der Stadt Salzburg „die Frauen für die gleiche Tätigkeit gleich viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen". Als Beispiel wurde vom Magistratsdirektor die Tätigkeit der „Straßenreinigerin" genannt.

So gibt es dennoch auch im Magistrat Salzburg Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Ursachen für die Einkommensschere zwischen Mann und Frau sind nämlich vielfältig. Der geringe Anteil der Frauen an Führungspositionen sowie die zunehmende Teilzeitbeschäftigung der Frauen sind mitverantwortlich für die Ungleichheit in der Bezahlung. „Gerade in diesen Bereichen hinkt die Stadt aber eklatant nach", so Ingeborg Haller zu den Äußerungen des Bürgermeisters (Senatssitzung vom 14.6.2010).

Auch wenn in den letzten Jahren durch den Frauenförderplan ein wenig Bewegung in das Beschäftigungsgefüge gekommen ist, sind Frauen in der Stadt auf der Führungsebene noch immer unterrepräsentiert", so Haller.

So beträgt die Frauenquote in den Führungspositionen in der Stadt auf Ebene der Abteilungsleitung erst 38 Prozent (drei Frauen, fünf Männer).Bei den Amtsleiterposten wird der Unterschied noch klarer:

Drei Amtsleiterinnen müssen sich gegenüber 30 Amtsleitern behaupten. Hier beträgt der Anteil der Frauen nur 9 Prozent. Demgegenüber steht eine Beschäftigungsquote der Frauen im Magistrat von über 50 Prozent! Diese Zahlen lassen den Schluss zu, dass Frauen im Magistrat zum überwiegenden Teil in den mittleren und unteren Verwendungsgruppen und nicht in den Führungsetagen zu finden sind. Naturgemäß geht damit auch eine schlechtere Bezahlung einher. (Das geht auch aus einer Anfragebeantwortung von Bürgermeister Schaden vom 27.10.2009 hervor, wonach die meisten Frauen in den Verwendungsgruppen C, D und Kl beschäftigt sind). Die niedrige Erwerbsquote im Magistrat hängt auch mit der zunehmenden Teilzeitbeschäftigung der Frauen zusammen, wie vom Magistratsdirektor in der Senatssitzung vom 14.6.2010 auch bestätigt wird.

Das Magistrat ist daher keine Insel der Seligen und kein Frauenparadies. Lohnungleichheit existiert auch im Magistrat. Maßnahmen, wie sie der Städtebund fordert, wie

  • Einkommenstransparenz in den Betrieben,
  • Erhöhung der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung von Frauen sowie
  • Erhöhung des Frauenanteiles in Führungspositionen und verpflichtende Quoten sind daher auch im Magistrat Salzburg dringend notwendig", so Haller.
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