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Massive Ungerechtigkeiten bei Schülerfreifahrt und Netzkarten

25.08.2010Soziales: Kinder und Jugendliche

SchülerIn ist nicht gleich SchülerIn. Die einen zahlen 4,70 Euro im Monat für die Netzkarte, die anderen 10 Euro.

Wer nicht vier Tage die Woche vom gleichen Standort aus die Schule besucht, bekommt dagegen gleich gar keine Schülerfreifahrt. Eine massive Benachteiligung von Scheidungskindern, kritisiert Gemeinderat Gernot Himmelfreundpointner.

Ein neues Schuljahr beginnt in Kürze, wie es aussieht mit einer „alten" Ungerechtigkeit, denn vor dem Salzburger Verkehrsverbund sind nicht alle gleich: SchülerInnen, die einen Freifahrtsausweis (s'cool-card, 19,70 Euro pro Schuljahr) für ihren Schulweg haben, zahlen für die Freizeitnetzkarte nur 4,70 Euro pro Monat (mega s'cool card). Wer keine Streckenkarte für den Schulweg bekommt (mindestens zwei Busstationen Fahrweg), legt aber auch für die Mobilität in der Freizeit mehr ab, nämlich zehn Euro monatlich. Diese „Freizeit card" ist zudem zeitlich eingeschränkt, denn sie gilt werktags erst ab 13 Uhr.

„Diese Logik verstehe ich nicht, warum werden Kinder und Jugendliche, die zu Fuß in die Schule gehen, dafür am Nachmittag mit erhöhten Tarifen bestraft?", kritisiert Gemeinderat Gernot Himmelfreundpointner die Preisgestaltung des Verkehrsverbundes bzw. des Stadtbusses.

Ähnlich alltagsuntauglich ist die derzeitige Regelung bei der „s'cool card". Die bekommen nämlich nur Kinder und Jugendliche, die an zumindest vier Tagen die Woche von der gleichen Adresse aus in die Schule fahren, wer zwei Tage die Woche bei Mutter, Vater, Oma oder Opa verbringt und drei Tage bei einer anderen Betreuungsperson, bekommt die Schülerfreifahrt überhaupt nicht.

Dasselbe gilt im Übrigen auch für Lehrlinge, die mehrere Ausbildungsstätten haben. Sie bekommen die Streckenkarte nur für die Fahrt zu der Ausbildungsstätte, in der sie zumindest drei Tage pro Woche tätig sind.

Diese Zugangsbedingungen für die Schülerfreifahrt gehen an der Realität vieler Familien schlichtweg vorbei. Scheidungskinder und viele andere SchülerInnen, die in mehreren Haushalten betreut werden, sind dadurch massiv benachteiligt. Ich appelliere an den Salzburger Verkehrsverbund, diese Ungerechtigkeiten möglichst bald zu beseitigen", so Himmelfreundpointner.

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