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Illegale Rodungen in Lieferinger Au

23.08.2010Natur und Umwelt: Naturschutz

Ohne Rücksicht auf behördliche Auflagen wurden bei der Fußballakademie in der Lieferinger Au ganze Baumreihen gefällt. "Warum glaubt Red Bull, dass die Auflagen nur für andere gelten?", fragt Klubobmann Hüttinger.

Auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn in der Lieferinger Au wird auf mehreren Plätzen bereits Fußball gespielt. Was sich um diese Plätze abspielt, ist für Bürgerlisten-Klubobmann Helmut Hüttinger aber ein Trauerspiel: Neben dem Parkplatz wurde eine ganze Baumreihe einfach gerodet, die Wurzelstöcke daraufhin ausgegraben (siehe Foto). Mindestens neun der 25 Bäume unterlagen der Bewilligungspflicht, hätten also wegen ihrer Größe, gemessen am Stammumfang einen Meter über dem Boden, ohne Bewilligung nicht gefällt werden dürfen.

Ein Lokalaugenschein hat aber noch andere "Ungenauigkeiten" ans Licht gebracht. Jener Ziviltechniker, der für Red Bull die Bäume katalogisiert hat, um feststellen zu können, ob sie unter die Bewilligungspflicht fallen oder nicht, hat sich offenbar in vielen Fällen "vermessen". Im nördlichen Bereich stimmen bei elf von zwölf Bäumen die Angaben nicht. Eine Pappel zum Beispiel wurde mit dem Umfang 112 Zentimeter angegeben, tatsächlich sind es 172 Zentimeter! Ab einem Umfang von 120 Zentimetern gilt für Pappeln die Bewilligungspflicht... Auch die zehn anderen Bäume in diesem Bereich sind alle viel dicker als angegeben.

Wieder andere Bäume, wie etwa einige Birken, wurden als "abgestorben" deklariert, was sie aber offensichtlich nicht sind.

Fazit: Mindestens 13 bewilligungspflichtige Bäume wurden bereits gefällt, elf noch stehende Bäume sind in Wirklichkeit viel dicker als von Red Bull angegeben und unterliegen deshalb sehr wohl der Bewilligungspflicht.

"Seit Jahrzehnten pflegt Salzburg einen besonders sorgsamen Umgang mit den Bäumen auf dem Stadtgebiet. Das gilt für jeden Einzelnen, der einen Baum ab einer bestimmten Größe in seinem Garten stehen hat. Und das muss auch für die Fußballakademie gelten", so Helmut Hüttinger. "Es kann nicht sein, dass Red Bull im Grünland Sportstätten errichtet und dann solch einen Zugang zum Baumschutz pflegt. In einer ökologisch sensiblen Landschaft wie der Lieferinger Au ist auf jeden Baum Rücksicht zu nehmen."

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