RSS
f
Startseite > Presse > Wasserspiele im Neutortunnel!
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Wasserspiele im Neutortunnel!

15.07.2010Planung: Altstadt

„Was momentan ob der Hitze ganz angenehm sein mag, ist ein unhaltbarer Zustand", so Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste und Mitglied des Bauausschusses.

Haller hat sich vor Ort ein Bild gemacht und regelrecht eine kalte Dusche abbekommen: Radfahrer und Radfahrerinnen, die derzeit den Neutortunnel stadteinwärts benützen, werden nass, weil es trotz teurer Tunnelsanierung im Neutortunnel mehr denn je von der Decke tropft.

Bürgerliste fordert rasches Handeln der Baustadträtin Schmidt!

Zur Erinnerung: Die Tunnelsanierung wegen Gefahr im Verzug : Im Sommer 2009 wurde bekannt, dass das Neutor dringend saniert werden muss. Die notwendigen Maßnahmen wurden eingeleitet und die Mittel in Höhe von maximal brutto 780.000 Euro wurden daraufhin vom Gemeinderat freigegeben. Bereits damals wurde neben dem abbrechenden Gestein auch auf die Wassereintritte im ersten Drittel des Tunnels auf der Altstadtseite hingewiesen (siehe AB vom 6.7.2009 Zl. 06/04/38000/2009/009).

Seitens des Bauressorts hieß es anlässlich der Abnahme des Bauwerkes im Dezember 2009: „Die Sanierung des Neutores war infolge abbrechenden Gesteins, bröckelndem Spritzbeton und durchdringendem Wasser auf einer Länge von 90 m notwendig geworden. Die Stadt Salzburg hat dabei rund 700.000 Euro investiert. Damit wurden über 300 Stahl- Anker in den Fels getrieben und mit diesem speziell verklebt. Die 2.000 Quadratmeter große Fläche wurde schließlich mit fünf Tonnen Eisengittern bewehrt und mit einer neuen Schicht Spritzbeton ausgekleidet".

Tunnel ist undicht - Verkehrssicherheit nicht gewährleistet!

Nach Fertigstellung der Arbeiten stellt sich nur wenige Monate später heraus, dass nach wie vor Wasser von der Decke dringt, obwohl Stadträtin Schmidt im Rahmen der Abnahme des Bauwerkes öffentlich verkündet hat, dass „der Neutortunnel Innen wie Außen in neuem Glanze erstrahlen werde und die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer dann ohne Einschränkungen gewährleistet werden kann."

Von Verkehrssicherheit kann keine Rede sein, ist Haller überzeugt: „Was im Sommer bei der aktuellen Hitze vielleicht noch ganz lustig ist, kann vor allem für die Radfahrer und Radfahrerinnen ziemlich unangenehm und auch gefährlich werden. Das Radfahren könnte in dem Bereich, gerade in der kalten Jahreszeit zur gefährlichen Rutschpartie werden ".

Trotz der horrenden Kosten, die die Sanierung verschlungen hat, wird erst jetzt bekannt, dass der Tunnel nie ganz trocken wird. Im Berg befinden sich laut Geologen Höhlensysteme, in denen sich Wasser sammelt, das sich seinen Weg nach außen bahnt. Eine Art Dachrinnensystem, das jetztzusätzlich installiert wird, soll Abhilfe schaffen.

Anfrage der Bürgerliste zur Mängelbehebung und Mehrkosten!

Haller fragt sich, warum auf die geologischen Gegebenheiten des Berges nicht von Beginn an Bedacht genommen wurde und erst im Nachhinein eine Art Dachrinnensystem installiert wird, das angeblich Abhilfe schaffen soll. Wie ist es möglich ist, dass erst - nach Auftreten der Mängel- bekannt wird, dass Wasseraustritte unvermeidlich sind und wer trägt die Kosten, die mit der Mängelbehebung bzw. der Installierung des Dachrinnensystems verbunden sind?

Haller wird daher eine Anfrage zur Ursache des Wassereintrittes und der Maßnahmen der Mängelbehebung und der daraus resultierenden Mehrkosten an das Ressort richten.

Das Projekt hat bisher immerhin 700 000 Euro an Steuergeld verschlungen. Die Salzburger und Salzburgerinnen dürfen erwarten, dass der Tunnel ordnungsgemäß saniert wird", so Haller.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Wasserspiele im Neutortunnel!
RSS
f