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U-Ausschuss: Olympiaskandal 2014

09.06.2010Kultur: Sport

Wo bleibt die Verantwortung des Aufsichtsrates? Mit Ex- LHSTv. Othmar Raus stand der erste Politiker dem Ausschuss Rede und Antwort. Verantwortung für fehlende Kontrolle und mangelnde Transparenz wollte er freilich keine übernehmen.

Widersprüchliche Aussagen und Wahrheitspflicht:

Den Medienberichten zufolge standen die Aussagen des damaligen Landes-Sportreferenten Raus in weiten Teilen im krassen Widerspruch zu dem, was Ex ÖOC Chef Leo Wallner gesagt hat. Bemerkenswert deshalb, weil alle Personen unter Wahrheitspflicht stehen!

Raus bezeichnete die € 300 000,-- als Darlehen, die im Februar 2007 von der Olympiagesellschaft an den Förderverein überwiesen wurden, während Leo Wallner bei der Version von Ex ÖOC General Jungwirth blieb und von der Rückabwicklung des Audi Sponsorenvertrages sprach.

„Pflichtwidrigkeit" der Geschäftsführung:

Raus selbst habe - so die Darstellung in den Medien - von dem Darlehen erst im Nachhinein erfahren, was er als Pflichtwidrigkeit der Geschäftsführung bezeichnete. Wenn nunmehr die Version von Raus richtig ist und die Geschäftsführung tatsächlich pflichtwidrig gehandelt hat, drängt sich einmal mehr die Frage auf, warum der Aufsichtsrat seine Kontrollfunktion nicht wahrgenommen hat !

Versäumnisse des Aufsichtsrates:

Der Aufsichtsrat hat nach dem Gesetz die Geschäfte der Geschäftsführung zu überwachen. Spätestens in der Sitzung am 25.9.2007 hatten die Mitglieder des Aufsichtsrates über das Darlehen an den Förderverein Kenntnis. Darlehen bedürfen jedoch der Zustimmung des Aufsichtsrates und hätten somit von der Geschäftsführung gar nicht gewährt werden dürfen.

Wenn es sich tatsächlich um ein Darlehen gehandelt hat, so wie Raus behauptet, hätte der Aufsichtsrat die Geschäftsführung in die Pflicht nehmen und auf Aufklärung drängen müssen. Anstelle bei der Geschäftsführung nach zu fragen, wurde jedoch der Mantel des Schweigens darüber gelegt und ist eilig an die Liquidation der Gesellschaft gegangen.

Was wollte man vertuschen?

Raus widerspricht Schaden:

Die von Raus präsentierte und in den Medien wieder gegebene Version widerspricht auch den Darstellungen von Bürgermeister Schaden an den Gemeinderat. Dieser hat im September 2009 anhand einer Grafik erklärt, dass das Darlehen gar kein Darlehen gewesen sei, sondern sich der Geldfluss im Nach hinein als Rückabwicklung eines Sponsorenvertrages mit Audi herausstellte.

Wir dürfen gespannt sein, welche Version Bürgermeister Schaden und die übrigen im Aufsichtsrat vertretenen Politiker und Politikerinnen dem Ausschuss präsentieren werden und wer die politische Verantwortung für diesen olympischen Sumpf übernimmt?

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