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„Villa Trapp“: Reduziertes Projekt eines Frühstückshotels gelangt neuerlich zur Abstimmung

07.04.2010Planung: Tourismus

Eine Arztpraxis und sieben Zimmer mit Frühstück: So sieht das neue Projekt für die „Villa Trapp" in Aigen aus, das in zwei Wochen dem Planungsausschuss der Stadt Salzburg vorgelegt werden wird. Für Stadtrat Johann Padutsch „ein verträglicher Nutzungsmix".

Im Mai 2008 präsentierten LHStv. Wilfried Haslauer und Vizebürgermeister Harald Preuner (beide ÖVP) das Hotelprojekt Villa Trapp als „weiteren Meilenstein in der authentischen Vermarktung von ‚Sound of Music'" (ORF). Bekanntlich wurde der dafür notwendige erste Antrag für eine Einzelbewilligung zur Führung der „Villa Trapp" vom Planungs- und Verkehrsauschuss im Dezember 2008 abgelehnt - auch mit den Stimmen der ÖVP. Grund dafür waren die Bedenken gegen eine nicht auszuschließende intensive touristische Nutzung des Objektes, vor allem durch Tagestouristen, und das damit verbundene zusätzliche Verkehrsaufkommen in der Traunstraße in Aigen.

Inzwischen haben die Antragssteller, die Congregation der Missionäre vom kostbaren Blute, eine neue Einzelbewilligung beantragt. Das neue Konzept sieht nur mehr sieben (statt bisher 14) Zimmer vor und die Führung als „Hotel Garni", was laut Unterlagen der Wirtschaftskammer eine Beschränkung auf Nächtigung und Frühstück nur für Hausgäste bedeutet. Zusätzlich soll eine Arztpraxis in dem Gebäude eröffnen. „Der Nutzungsmix mit Arztpraxis und sieben Zimmern ist vernünftig", meint dazu Planungsstadtrat Padutsch. „Ein ausgeprägtes touristisches Tagesgeschäft würde sich weder mit der Nutzung der Praxis noch mit der des Frühstückhotels vereinbaren lassen. Aus meiner Sicht ist das eine praktikable Lösung".

Zudem wurde inzwischen ein Verkehrsgutachten für die Traunstraße erstellt. Demnach ist selbst im schlimmsten Fall (keine Anfahrten mit Öffis, alle Gäste wechseln täglich und verursachen täglich sechs Fahrten usw.) nur mit 75 zusätzlichen Fahrten zu rechnen. Derzeit wird die Straße laut Gutachten täglich 996 Mal befahren.

„Bei dieser Nutzung droht kein Überschwemmen des Stadtteils durch das touristische Tagesgeschäft", so Padutsch zu den ursprünglichen Sorgen der AnrainerInnen. „Nun besteht die Hoffnung, dass nach dem mehrmaligen Abwägen der Pro- und Contraargumente ein kleiner touristischer Betrieb auf hohem Niveau entstehen kann."

Die Betreiber wurden von der ÖVP nicht nur zu diesem Projekt ermutigt, sondern auch geradezu begeistert der Öffentlichkeit vorgeführt. Selbst bei einem reduzierten Projekt scheint die ÖVP nun aber immer noch bei einer Ablehnung zu bleiben. Das Problem lösen dürfen andere. „Ich werde den Eindruck nicht los, dass die ÖVP die Betreiber zuerst bestärkt hat und nun im Regen stehen lässt", so Padutsch.

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