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Wirtschaftskammerwahlen: Frauen sind die großen Verliererinnen

08.03.2010Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Punktgenau zum internationalen Frauentag landen die Zahlen der Wirtschaftskammerwahl in Salzburg. Mit einem mehr als ernüchternden Ergebnis, was die zukünftige Beteiligung von Frauen in den Gremien angeht:

„Nur 18 Prozent aller Mandate werden von Frauen besetzt. Den höchsten Anteil stellt die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft mit nur 25 Prozent, absolutes Negativ-Schlusslicht sind die Banken und Versicherungen, die keine einzige Frau aufbieten!", stellt Barbara Sieberth, Sprecherin der GRÜNEN Frauen, nach Durchsicht der Listen fest.

Warum das so ist, dafür gibt es eine einfache Erklärung: „Mit Ausnahme der GRÜNEN Wirtschaft hat es keine wahlwerbende Gruppe geschafft, ihre Listen auch nur annähernd paritätisch zu besetzen", kritisiert Sieberth.

Den wahlwerbenden Gruppen Wirtschaftbund, Liste Haigermoser und Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband gebühre für diese Leistung ein glattes „Nicht genügend", so Sieberth weiter. Sie hat sich die von der Wirtschaftskammer publizierten KandidatInnenlisten mit den sich daraus vergebenen Mandaten angesehen und den Frauenanteil ausgerechnet. Ergebnis:

In jenes Gremium, welches die Salzburger Wirtschaftstreibenden die nächsten fünf Jahre vertreten soll, entsendet der

Wirtschaftsbund nur 18 Prozent Frauen, die Wirtschaftsliste Haigermoser nur 22 Prozent Frauen, der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband nur 27 Prozent und einzig die GRÜNE Wirtschaft beinahe paritätisch 45 Prozent Frauen. Unter den vier SpitzenkandidatInnen gab es ohnehin nur eine einzige Frau, nämlich Gabriele Paumgartner-Eccli von der GRÜNEN Wirtschaft.

„Die wenig kreative Ausrede für solche Zahlen heißt meist, es stünden zu wenig Frauen zur Verfügung, sie wollten nicht in Spitzenpositionen kandidieren, etc, etc. Wir Frauen sind es müde, diese Ausreden zu hören. Gefragt sind Reaktionen auf derart inakzeptable Ergebnisse. Es braucht Frauenförderungsprogramme, Einführung von Quoten, Hinterfragen von Strukturen, Aufbrechen der Männerbünde", fordert Sieberth.

Der Frauenanteil in den einzelnen Sparten:

  • in der Sparte 1 - Gewerbe und Handwerk werden rund 18% Frauen vertreten sein
  • in der Sparte 2 - Industrie werden genau drei Frau entsendet werden (davon aber allein zwei aus der Film- und Musikindustrie), das entspricht bei 52 zu vergebenden Mandaten knapp 6%
  • in der Sparte 3 - Handel werden rund 19% Frauen vertreten sein.
  • in der Sparte 4 - Bank und Versicherung findet sich keine einzige Frau. 0%
  • in der Sparte 5 - Transport und Verkehr finden sich 13% zukünftige Mandatarinnen.
  • in der Sparte 6 - Tourismus und Freizeitwirtschaft dürfen nur 25% Frauen mitbestimmen.
  • in der Sparte 7 - Information und Consulting dürfen auch nur 20% eine Mandatsfunktion übernehmen.

Sieberth abschließend:

„Was die Wirtschaftkammer hier vorführt, entspricht einer rückständigen Politik, die Frauen nicht mit einbindet und weiterhin alles in Männerkreisen ausmacht. Innovative, zukunftsorientierte Vertretung der Salzburger Wirtschaft sieht anders aus!"

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