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Offener Brief: Abschied von Ramsauer & Stürmer vom Standort Karolingerstraße

19.11.2009Planung: Stadtplanung

Ramsauer & Stürmer Software GmbH zH Hrn. Dr. Stürmer Jakob-Auer-Straße 1 5020 Salzburg

Vorausexemplar per E-Mail: software@rs-soft.com Salzburg, am 19.11.2009

Betrifft: Offener Brief: Abschied von Ramsauer & Stürmer
vom Standort Karolingerstraße

Sehr geehrter Herr Dr. Stürmer!

Völlig unerwartet, habe ich heute den Medien entnommen, dass Ramsauer & Stürmer den Standort Karolingerstraße aufgibt. Darüber und über die angeführten Gründe (unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten mit dem Gestaltungsbeirat, Entscheidung über das Projekt erst in der Jännersitzung, 17 Parkplätze viel zu wenig, etc.), bin ich mehr als enttäuscht und fühle mich entsprechend brüskiert. Ich will deshalb dazu festhalten:

  1. Nach unserem seinerzeitigen Telefonat gab es ein intensives Bemühen und viele persönliche und telefonische Gespräche, sowohl von mir selbst, als auch dem vom Beirat dafür abgestellten Mitglied, Heinz Schöttli. Zu den letzten beiden von mir einberufenen und geleiteten Besprechungen am Donnerstag, den 5.11., und Dienstag, den 10.11., wollte ich auch einen Vertreter von Ramsauer & Stürmer dabei haben, um Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der Firma authentisch in der Planung berücksichtigen zu können. Hr. Dr. Modrian hat mir dazu mitgeteilt, dass dies aus zeitlichen Gründen nicht möglich war, er aber auch dazu informiert ist
    und Ramsauer & Stürmer vertritt.
  2. Bei der letzten Besprechung wurde von Dr. Modrian vorgeschlagen, auf eine völlig andere Situierung und Konzeption der Baukörper zurück zu greifen, weil damit die
    Situierung der Parkplätze und ein Mindestmaß an Außenraumqualität besser sichergestellt werden könnte. Wir sind dem gefolgt. Die Tatsache, dass damit im Gestaltungsbeirat am 17. und 18. November 09 noch keine konkrete Planung vorliegen würde, war klar und laut Dr. Modrian auch kein Problem, nachdem ohnedies im
    Winter nicht gebaut werden könne. Ich hatte auch noch Ihre Aussage in Erinnerung, wonach eine Verzögerung um zwei bis drei Monate nicht das Problem für Ramsauer & Stürmer sei, sondern nur die Sicherheit, dass sich das Ganze nicht länger, bzw. bis zu einem Jahr, verzögere. Weiters, dass auch Sie durchaus Interesse an einer besseren Architekturgestaltung haben.
  3. Von 17 Parkplätzen war nie die Rede! Das eigentliche Problem lag ja darin, dass der Bauherr ein weiteres Projekt auf dem Grundstück bereits baubewilligt hatte, eine
    Tiefgarage nicht errichtet werden sollte und alleine schon dafür 60 - 70 Parkplätze an der Oberfläche untergebracht werden mussten. In Summe, Ihren Teil des Grundstückes eingerechnet, also deutlich mehr als 100 Parkplätze oberflächlich untergebracht werden müssen.
  4. Die Lösung war in Sicht, eben weil sowohl der Gestaltungsbeirat als auch wir, dieses Faktum akzeptiert hatten, die einzige, gemeinsam mit dem Bauherrenvertreter
    formulierte, Voraussetzung war, ein ordentliches Gesamtkonzept mit einer funktionierenden
    Verkehrsorganisation und einem Mindestmaß an Außenraumqualität, die durch die Vielzahl an Parkplätzen bestimmt war, herzustellen. Auch das im vollen
    Einvernehmen mit dem Bauherrenvertreter.
  5. Im vollen Einvernehmen mit Hrn. Dr. Modrian wurde trotzdem das Projekt auf der Tagesordnung des Gestaltungsbeirates behalten, wissend, dass noch keine neue Planung vorgelegt wird und damit keine Entscheidung möglich ist, aber zur Absicherung und Bestätigung der Vorgangsweise und Rahmenbedingungen durch den Gestaltungsbeirat, die im Übrigen erfolgt ist. Zusammenfassend haben wir über die letzten 2 Monate sehr viel Zeit und Energie in Ihr Projekt investiert, immer im vollen Einvernehmen und unsere Kriterien an die Sachzwänge des Bauplatzes und die Bedürfnisses Ihres Unternehmens angepasst. Die
    Festlegung, dass in der vergangenen Beiratssitzung nicht abschließend über das Projekt entschieden wird, war durch die, vom Bauherrn selbst vorgeschlagene, gänzliche Änderung der Gebäudekonfiguration und -situierung bedingt und mit Hrn. Dr. Modrian so besprochen, bzw. von diesem vorgegeben und trotzdem wurde der eingeschlagene Weg
    und das Ziel vom Gestaltungsbeirat bestätigt. Von 17 Parkplätzen war nie die Rede, es waren immer mindestens 40 Parkplätze im Gespräch und auf den Plänen.
    Ich denke, Sie können meine Enttäuschung nachvollziehen, dann die heutige Zeitungsmeldung lesen zu müssen, wo all dies ins Gegenteil gekehrt wurde und das vom Vertreter jenes Unternehmens, für das wir dieses Engagement geleistet haben. Zumindest einen Anruf - zu welchem Zeitpunkt auch immer - hätte ich mir erwarten dürfen, und
    ich habe ein wenig den Eindruck, dass das Absiedeln Ihrer Firma nach Bergheim längst beschlossene Sache war und nur der „Schwarze Peter Gestaltungsbeirat" als Begründung
    dafür herhalten muss, zumindest muss ich das Hrn. Dr. Ramsauer unterstellen, der ja diesbezüglich auch heute zitiert wird. Trotzdem wünsche ich Ihnen alles Gute und
    verbleibe

mit besten Grüßen
Johann Padutsch

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