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Obdachlose: „Zum Abschuss freigegeben!“

10.11.2009Soziales

Die Vertreibung obdachloser Menschen in Salzburg gipfelt nun in einem unglaublichen Akt der Aggression und Gewalt. Was kommt als nächstes?

„Mehr denn je, muss die Stadt endlich ihre Verantwortung übernehmen und die von der Bürgerliste dringend geforderte Obdachlosen-Einrichtung rasch umsetzen" fordert die Vorsitzende des Sozialausschusses Ulrike Saghi.

Die gewalttätige und höchst aggressive Attacke auf drei Obdachlose in Salzburg zeigt in erschreckendem Maße, wie hoch das Potential der Ablehnung von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, bereits ist. Auch wenn es sich beim Attentäter wohl - hoffentlich - um einen Einzeltäter handelt - muss die Stadt dieses Signal sehr ernst nehmen.

Die steigende Armut wird immer sichtbarer im öffentlichen Raum. Menschen, die sich ihr Leben nicht mehr leisten können, werden immer mehr. Die Notschlafstellen sind überfüllt, die Obdachlosen werden vom Kapuzinerberg vertrieben, sind in der Innenstadt unerwünscht und werden nun auch noch beschossen, wenn sie friedlich einen Platz für die Nacht suchen.

„Was muss noch passieren, damit die verantwortlichen PolitikerInnen endlich aufwachen und sich ihrer Verantwortung und Aufgabe bewusst werden?" fragt sich die Sozialsprecherin der Bürgerliste, Ulrike Saghi.

„Ich kann und will das finanzielle Argument im Zusammenhang mit meiner Forderung nach einer Obdachloseneinrichtung und nach aufsuchender Sozialarbeit für Erwachsene nicht mehr hören. In guten Budgetzeiten wurde diese Forderung ignoriert und jetzt wird sie als unfinanzierbar wieder abgelehnt.

Es geht aber mittlerweile um mehr als nur um Geld, wie der Angriff auf die Obdachlosen zeigt. Es geht um das Rumoren in der Gesellschaft, die Ausgrenzung von Randgruppen und die zunehmende - mittlerweile auch schon gewalttätige - Ablehnung. Wir dürfen diese Zeichen der Entsolidarisierung nicht ohne Reaktion hinnehmen!

Meine Forderung an die Ressortverantwortlichen für Finanzen und Soziales ist einmal mehr die finanzielle Vorsorge für die dringend benötigte Obdachloseneinrichtung, denn ich bin überzeugt davon, dass der Bedarf an dieser Einrichtung immer stärker zunehmen wird" so die Sozialpolitikerin Saghi abschließend.

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