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Spatenstich Stadtwerk Lehen: Startschuß für Projekt voll Ambition

15.10.2009Planung: Stadtplanung

Urbanes Wohnen, Arbeit, innovative Unternehmen und höchster Öko-Standard

Mit dem Spatenstich für die erste Bauphase beginnt heute, Donnerstag, 15. Oktober 2009, die Umsetzung des Projektes Stadtwerk Lehen. In dieser ersten Etappe entstehen rund 300 Mietwohnungen und ein Studentenheim an der Gaswerkgasse im Nordteil des Gesamtsareals. Im Frühjahr 2010 folgt der Baubeginn für den Competence Park Salzburg.

„Wie schon beim Projekt der Stadtbibliothek zeigt die Stadt Salzburg beim Stadtwerk Lehen besondere Ambition", erklärt Bürgermeister Schaden: „höchste Ambition, was die Architektur betrifft, was die urbane Verknüpfung gewerblicher und Wohn-Nutzung mit Dienstleistungs- und Nahversorgungsstrukturen anlangt, hinsichtlich der ökologischen Standards und vor allem auch in Hinblick auf die Qualität der Wohnungen".

Das Projekt Stadtwerk Lehen kommt auch wirtschaftspolitisch zur rechten Zeit, so Bürgermeister Schaden: Der heute gestartete Wohnbau-Teil wird von einer ARGE aus drei mittelständischen Salzburger Bauunternehmen errichtet, die - im Gegensatz zu manchem Großkonzern der Bauindustrie - Lehrlinge in beträchtlicher Zahl ausbilden und auch bei den Arbeiten in Lehen einsetzen werden.

Unter anderem werden hier auch spezielle Wohnformen, wie „Mutter-Kind-Wohnen" (junge Alleinerziehende) und „Wohngruppe 55+" in insgesamt ca. 20 Einheiten angeboten, ergänzt Planungsstadtrat Johann Padutsch.

Aus dem Projekt Stadtwerk Lehen wird ein neuer lebendiger Stadtbereich hervorgehen,in dem mit hoher Nutzungsdichte gewohnt und gearbeitet, das soziale und gesellschaftliche Miteinander gepflegt, neue kulturelle und urbane Qualitäten geschaffen werden. Ein Projekt, das nicht nur für neues Leben in Lehen sorgen wird, sondern auch pilothaft für die Stadtentwicklung in Salzburg ist.

Sicher gestellt wird diese Entwicklung mit einer vielfältigen Nutzung, beginnend von unterschiedlichen Wohnformen über hochwertige Arbeitsplätze der Creative Industries und Life Science im medizinischen und Forschungsbereich, über Hotel, Dienstleistungen unterschiedlicher Art, Bildungseinrichtungen und einer Sockelzone entlang des so genannten Ost-West-Boulevards, die kulturelles Leben und soziale Kontrolle gleichermaßen sicher stellen kann.

Nach der Realisierung des Fallnhauser-Projektes und der Neuen Mitte Lehen, wird der dritte Eckpfeiler, des von mir 1998 initiierten Projektes "Entwicklungskorridor Ignaz-Harrer-Straße / Münchener Bundesstraße" umgesetzt und damit auch der Beweis, dass engagierte und zukunftsfähige Stadtentwicklung möglich ist, wenn sie politisch und fachlich breit getragen und umgesetzt wird, ergänzt Padutsch.

Anhaltend hoher Bedarf an geförderten Mietwohnungen "Es freut mich sehr, dass Stadt und Land Salzburg für die Realisierung des innovativen Wohnbauvorhabens Stadtwerk Lehen Hand in Hand gehen. Im Bereich der Stadtgemeinde Salzburg besteht ein anhaltend hoher Bedarf an geförderten Mietwohnungen.

Cirka 3.200 Personen sind beim Wohnungsamt der Stadt Salzburg als Wohnungssuchende gemeldet", sagt Wohnbaureferent Landesrat Walter Blachfellner. Dieses Bauvorhaben werde sich durch eine hohe Wohnqualität, eine sozial verträgliche Bebauungsdichte und durch günstige Mieten auszeichnen, so Blachfellner weiter. Die Erhöhung der Wohnqualität im Bereich des Stadtteils Lehen werde auch zu einer Verbesserung des Stadtteilimages beitragen, womit auch die Wohnungen besser vermietet werden können. "Dieses Bauprojekt ist eine Riesenchance für Lehen", betonte der Wohnbaulandesrat.

Beispielhaft wird dieser Modellwohnbau auch auf dem Sektor Energieeinsparung sein. Blachfellner: "Es werden durchwegs Mietwohnungen auf Niedrigstenergiehaus-Standard errichtet. Bei diesem Projekt wird ein Schwerpunkt auf erneuerbare Energie gesetzt. Es gibt ein Gesamtenergiekonzept mit Solarschwerpunkt. Das drückt auch nachhaltig die Wohnkosten." Eine thermische Solaranlage mit 2.000-m²-Kollektor liefert Wärme für Warmwasser und Heizung, eine Photovoltaikanlage bringt zudem umweltfreundlichen Strom.

Competence Park: Belebung für Forschungsstandort Salzburg

Bereits im Frühjahr 2010 beginnt die Firma Prisma mit der Realisierung des Competence Park im Südteil, einschließlich Hotel an der Gaswerkgasse und Sanierung und Aufstockung des Stadtwerke-Hochhauses. Hier werden Unternehmen und Institutionen aus dem Bereich „Creative Industries" und „Life Science", sowie ergänzende Bildungseinrichtungen und Dienstleistungsunternehmen ihren Platz finden. „Stadtwerk Lehen wird daher auch für den Forschungsstandort Salzburg und für innovative Unternehmen dank der Nähe zu PMU und Landeskliniken attraktiv", erklärt Bürgermeister und Wirtschafts-Ressortchef Heinz Schaden.

Die beiden Bebauungsbereiche sind durch einen Ost-West verlaufenden Boulevard, mit im Erdgeschoß angesiedelten ergänzenden Nutzungen, wie der Galerie Fotohof, der Stadtgalerie, einem Cafe, Ateliers, einem Stützpunkt für soziale Dienste, Kindergarten usw., verbunden. Dies schafft einen besonderen urbanen Charakter.

Besonders bemerkenswert bei diesem Projekt ist auch der hohe Öko-Standard in Bezug auf Niedrigenergie, Ökologie der Baustoffe, Nutzung Solarenergie etc. und deren Förderung über das EU-Projekt „Concerto". Bedeutsam darüber hinaus ist die politisch bereits abgesegnete und finanziell zugesagte sozialorganisatorische Begleitung vor Ort mittels eines Quartiersmanagements: So wird eine sozialverträgliche Eingliederung in den bestehenden Siedlungsraum von Lehen gewährleistet.

Wohnbauprojekt der gswb und Heimat Österreich

Auf dem ehemaligen Stadtwerke Areal errichten die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (gswb) und die Heimat Österreich rund 300 Wohnungen, Kindergarten, Studentenheim sowie eine Tiefgarage und Geschäftslokale. Die gswb errichtet davon etwa 200 Wohnungen sowie den Kindergarten, die Heimat Österreich baut 100 Wohnungen und das Studentenheim. In den Erdgeschosszonen der insgesamt zehn Häuser werden zum Teil Geschäftslokale untergebracht.

„Dieses größte Stadtentwicklungsprojekt der vergangenen Jahre bietet uns gemeinnützigen Wohnbauträgern die Möglichkeit einerseits `ein Stück Stadt neu zu bauen´, andererseits aufgrund der hohen Anzahl an Einheiten aber auch zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt in Salzburg beizutragen", erklärt der Technische Geschäftsführer der gswb, Direktor Arch. DI Leonhard Santner.

Das Projekt stadt:werk:lehen ist aus einem Wettbewerb hervorgegangen, hinter dem ein Masterszenario von Max Rieder steht. Zum Siegerprojekt für den Wohnbau wurden von der Jury die Entwürfe des Wiener Architekturbüros transparadiso gekürt. „Besonders erfreulich ist auch die Förderung des Gesamtprojekts durch die EU mit insgesamt rund 2,6 Millionen Euro", so Santner. Das EU-Förderprogramm „Concerto II - Green solar cities" sieht die Unterstützung innovativer Energiesysteme, die im Zuge von repräsentativen Bauvorhaben umgesetzt werden, vor.

Wohnungen von 48 bis 94 Quadratmeter

„Die Größen der geräumigen und gut geschnittenen Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen, werden zwischen 48 und 94 Quadratmeter liegen. Aber auch Maisonettenwohnungen werden zur Verfügung stehen", beschreibt Heimat Österreich Geschäftsführer Direktor Mag. Otto Straka das Wohnprojekt. Mit einem Mietpreis von rund acht Euro inklusive Heizung, Betriebskosten und Mehrwertsteuer pro Quadratmeter werden die beiden gemeinnützigen Wohnbauträger Heimat Österreich und gswb in zentraler Stadtlage qualitativ hochwertigen Wohnraum zu einem günstigen Preis anbieten können.

Neuer Kindergarten für die Stadt

Eines der insgesamt zehn Häuser wird einen Kindergarten beherbergen, der viel Freiraumraum bietet. Auf drei Ebenen mit insgesamt 1.200 Quadratmeter Nutzfläche werden insgesamt fünf Kindergarten-Gruppen und eine Kinderhort-Gruppe untergebracht. Bis zu 150 Kinder und Jugendliche können hier betreut werden. Großzügig bemessen sind die Spielflächen im Freien: Etwa 1.100 Quadratmeter sind als Garten ebenerdig angelegt, weitere rund 300 Quadratmeter wird es auf dem Dach des Hauses geben.

Modernes Studentenheim

Die Heimat Österreich errichtet für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg - Privatstiftung ein Studentenheim mit einer gesamten Wohnnutzfläche von rund 3.000 Quadratmetern und 97 Betten. Für die Planung zeichnet das Salzburger Architekturbüro Forsthuber & Scheitauer verantwortlich. Die 1-Bett-Zimmer werden inklusive Bad und Kochnische zwischen 25 und 30 Quadratmeter groß sein. Die Baukosten für das neue Heim, das vom Salzburger Studentenwerk betrieben wird, betragen rund 6,5 Millionen Euro. Der Betrieb wird mit dem Wintersemester 2011/2012 aufgenommen. Im Erdgeschoss des Hauses werden gewerblich nutzbare Flächen im Ausmaß von rund 670 Quadratmeter entstehen.

Zukunftsweisendes Energiesystem

Mit insgesamt rund 1.650 Quadratmetern Kollektorfläche wird auf dem ehemaligen Stadtwerke Areal die größte Solaranlage im Bundesland Salzburg entstehen und kostenlose Sonnenenergie in einen rund 200.000 Liter großen Pufferspeicher einspeisen. Das Primärenergiesystem der neuen Wohnanlage, die im Niedrigstenergiehausstandard errichtet wird, basiert auf Fernwärme, welche in Salzburg ebenfalls aus erneuerbarer Energie wie zum Beispiel Industrieabwärme, gespeist wird.

Besonders erwähnenswert ist jedoch eine rund 200 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, die es im Wohnbau in dieser Größenordnung noch nicht gegeben hat. Sie wird elektrische Energie für den Allgemeinstrom wie zum Beispiel Beleuchtung der Tiefgarage, der Stiegenhäuser und Außenanlagen bereit stellen.

Die gswb in Zahlen

Die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (gswb) steht im Besitz des Landes Salzburg und der Stadtgemeinde Salzburg. Mit rund 34.000 Verwaltungseinheiten ist sie die größte gemeinnützige Wohnbaugesellschaft im Land Salzburg. Die Bilanzsumme betrug im Jahr 2008 mehr als 720 Millionen Euro. Im Vorjahr wurden rund 80 Millionen Euro in den Neubau sowie in die Sanierung und laufende Instandhaltung von Wohnanlagen investiert.

Die Heimat Österreich in Zahlen

Die Heimat Österreich ist nicht nur in Stadt und Land Salzburg aktiv, sondern auch in Niederösterreich und in Wien. Die Bilanzsumme betrug 2008 rund 700 Millionen Euro, das Neubauvolumen in den drei genannten Bundesländern rund 90 Millionen Euro. Insgesamt verwaltet die Heimat Österreich rund 14.000 Einheiten, davon etwa 10.000 Wohnungen.

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