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Gute Kenntnis der Muttersprache fördert die Sprachlernfähigkeit!

02.10.2009Kultur: Bildung und Schulen

ÖVP-Klubobmann Fuchs ist offenbar der Meinung, er müsse die FPÖ rechts überholen. Für den Erwerb einer zweiten Sprache sind gute Kenntnisse der Muttersprache unbedingt erforderlich.

„Das Beherrschen der deutschen Sprache ist zweifellos eine der Grundvoraussetzungen für gelungene Integrationspolitik - man darf dabei aber nicht übersehen, welch große Rolle das fehlerlose Beherrschen der eigenen Muttersprache spielt.

Das Gehirn entwickelt beim Erlernen der Muttersprache Raster, die beim Fremdsprachenerwerb gebraucht werden. Eine gute Kenntnis der Muttersprache ist also mehr als förderlich für das Erlernen einer zweiten Sprache" so Bildungssprecher, VS-Lehrer und grüner Kandidat für die Personalvertretung der LehrerInnen, Gernot Himmelfreundpointner zu den jüngsten Äußerungen der ÖVP im Zusammenhang mit dem begrüßenswerten Projekt der Integrationsbeauftragten für ein besseres Miteinander der Kulturen im Wohnbereich.

„Dass viele Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, obwohl sie früh mit einer zweiten Sprache konfrontiert sind, Probleme mit der deutschen Sprache haben, wird in erster Linie darauf zurückgeführt, dass die Kinder in der Familie das oft brüchige Deutsch der Eltern lernen. Besser wäre es deshalb, in der Familie die Muttersprache zu sprechen" so Himmelfreundpointner weiter.

Wenn nun KO Fuchs und Dr. Sampl Migrantenkinder dafür verantwortlich machen, dass das Abschneiden Österreichs bei den PISA Tests schlecht ist, zeigt auf erschreckende Weise, wie unprofessionell hier mit dem Thema Integration umgegangen wird. Vielmehr wäre es höchst an der Zeit diese Chance der Bilingualität in den Schulen zu nützen und zu unterstützen - beispielsweise durch den Einsatz von zwei Lehrern pro Klasse. Die Ergebnisse in den Lernfächern als auch im Spracherwerb wären durch den Einsatz von Muttersprachenunterricht mehr als optimierbar.

Wenn nun Herr Dr. Sampl als Direktor der pädagogischen Hochschule (ehemals Pädagogische Akademie) in Salzburg über den schlechten Bildungsstandard in unseren Grundschulen jammert, müsste gerade er als Pädagoge um die Bedeutung des Mutterspracherwerbs wissen.

„Im Übrigen sei noch erwähnt, dass die hohe Anzahl von Kindern mit Migrationshintergrund vielen LehrerInnen die Möglichkeit zur Ausübung ihres Berufes gibt und dass darüber hinaus diese Kinder als zukünftige SteuerzahlerInnen zum Erhalt der österreichischen Gesellschaft beitragen werden - schon alleine aus diesem Grund wäre es höchst an der Zeit, Geld und Energie in die gute Ausbildung aller Kinder zu investieren - das wäre ein sehr zukunftsweisender Ansatz!" so Himmelfreundpointner abschließend.

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