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Bodenschwellen applaniert!

25.09.2009Planung: Verkehr

Schildbürgerstreich bei Fahrbahnsanierung.

Bei ihrem Amtsantritt hat die neue Stadträtin Claudia Schmidt, die unter anderem für Straßenbau zuständig ist, vollmundig angekündigt, sie richte eine Schlaglochhotline ein, bei der Straßenschäden gemeldet werden könnten und deren Reparatur so bald wie möglich in Angriff genommen werden sollte.

Am Ignaz-Riederkai im Bereich des Volksgartens bzw. der Tennishalle waren zuvor Schlaglöcher auf dem Fahrradstreifen stadtauswärts entstanden, die nicht nur unkomfortabel waren, sondern auch ein Gefahrenpotential durch plötzliche ausweichende RadfahrerInnen darstellten.

Ein Anruf bei der Hotline brachte über 2 Monate keinen Erfolg. Erst ein entsprechendes Ersuchen direkt im Büro der Stadträtin brachte Bewegung in die Sache. Allerdings wurden neben den 2 kleinen Stellen (ca. 8 m²) auf der Radspur große Flächen frischen Asphalts aufgebracht.

Leider wurde im Zuge der Fahrbahnsanierung auch die so wichtige Bodenschwelle, die den Fuß- und Radwegskreuzungsbereich mit Straße auf Höhe der Tennishalle schützen soll, so asphaltiert, dass deren Bremswirkung praktisch verschwunden ist.

„Am Ignaz-Riederkai hält sich ohnehin kaum ein Auto an die 30er Regelung. Da war diese Schwelle besonders wichtig, denn die Stelle ist ziemlich unübersichtlich und durch hohes RadlerInnen- und FußgängerInnenaufkommen besonders konfliktträchtig. Hohes Fahrtempo erhöht da natürlich das Unfallrisiko beträchtlich" so der Verkehrssprecher und Alltags-Radfahrer Bernhard Carl.

Aber nicht nur in Aigen, auch in Lehen wurden entlang der Schiessstadtstrasse Schwellen einfach eingeebnet. Dabei sind in dieser Gegend mit der nahen Schule und dem Lehener Park besonders viele kleine VerkehrsteilnehmerInnen unterwegs. Zur Unfallvermeidung ist hier langsames Fahren besonders wichtig.

„Das ist ein echter Schildbürgerstreich! Die bremsende Wirkung der teuer errichteten Bodenschwelle wurde durch die Asphaltierungen praktisch ausgeschaltet, sodass diese keinen Schutz mehr darstellen.

Statt Geld für dringend notwendige bauliche Maßnahmen im Bereich der Tempo 30-Zonen einzusetzen, wird mittels Fahrbahnkosmetik Volksvermögen vernichtet und gleichzeitig die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen aufs Spiel gesetzt. Ob hier Absicht oder Unachtsamkeit die Ursache waren, muss die Stadträtin beantworten.

Ich fordere jedenfalls die sofortige Wiederherstellung der Bodenschwellen", so Bernhard Carl abschließend.

 

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