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Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung am Residenzplatz gefordert!

21.09.2009Demokratie: Menschenrechte

Die Stadt Salzburg startet diese Woche das Projekt „Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus“ mit einer ersten Vortragsreihe.

Aus diesem Anlass erinnert Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste und Mitinitiatorin des Projektes Stolpersteine daran, dass „ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung immer noch aussteht."

„Das NS-Projekt der Stadt Salzburg soll Anstoß dafür sein, dass sich die Stadt verantwortungsvoll mit ihrer Geschichte auseinandersetzt und weitere Zeichen des Gedenkens setzt. Die Umsetzung eines Mahnmals zur Erinnerung an die einzige Bücherverbrennung in Österreich ist daher ein wichtiger Beitrag der Stadt zur Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus", so Ingeborg Haller weiter.

Zur Erinnerung - Die Neugestaltung des Residenzplatzes:

Im Zuge der Neugestaltung des Residenzplatzes war ursprünglich auch eine angemessene Erinnerung an die Bücherverbrennung vorgesehen. Das Siegerprojekt der Architekten Rieder und Knittel sah ein bewegliches Mahnmal zur Bücherverbrennung vor. Das Mahnmal sollte tagsüber eine im Boden eingelassene Platte sein. Auf dieser wären die prophetischen Worte Heinrich Heines aus dem Jahr 1821 zu lesen gewesen:

„Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." In der Nacht hätte sich das Mahnmal zu einer programmier- und bespielbaren Lichtskulptur verwandelt.Auch wenn das Siegerprojekt nun doch nicht umgesetzt werden soll, muss im Zuge der Platzgestaltung ein Bücherverbrennungs-Mahnmal errichtet werden.

„Die Erinnerung an die einzige von den Nationalsozialisten auf österreichischem Boden organisierte Bücherverbrennung, die am 30 April 1938 stattfand, muss an einem so zentralen Ort, wie der Residenzplatz es ist, stattfinden", ist Ingeborg Haller überzeugt. Sie hat bereits im Februar 2006 einen Antrag zur Errichtung eines Mahnmals eingebracht.

Neue Initiative der Bürgerliste:

Nachdem dieser Antrag noch immer nicht umgesetzt wurde, wird die Bürgerliste in der kommenden Sitzung des Gemeinderates am 23.9.2009 neuerlich einen Antrag einbringen. Überdies kündigt GR Ingeborg Haller, die das Projekt Stolpersteine erfolgreich mitinitiiert und umgesetzt hat, an eine überparteiliche Initiative zur Errichtung eines Mahnmals ins Leben rufen zu wollen , um dieses so wichtige Projekt vorwärts zu bringen.

 „Salzburg soll sich für ein mutiges Projekt an diesem prominenten Platz entscheiden", so Haller abschließend. Sie erinnert an die peinliche Diskussion rund um das unvollendete Zitat an der Herzl-Gedenktafel und fordert unter Einsetzung einer Fachjury die Ausschreibung und Umsetzung des Projektes.

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