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Preis der Menschlichkeit zu Ehren Liesl Geisler.

24.04.2009Demokratie: Menschenrechte

Wann wird der „Preis der Menschlichkeit“ zur Erinnerung an die Wirtin des Krimmler Tauernhaus umgesetzt, fragt Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste/Mitbegründerin des Personenkomitee Stolpersteine, Landesrätin Doraja Eberle.

Anlass für die Anfrage ist das derzeit im Kunsthaus Nexus in Saalfelden stattfindende Symposium „Givat Avoda" Saalfelden. Drehscheibe nach Israel 1946- 48.

Die Flucht über den Tauern:

In den Jahren 1945 bis 1948 wurden rund 250.000 Juden aus Osteuropa illegal in die westlichen Besatzungszonen geschleust. Ungefähr die Hälfte dieses Flüchtlingsstroms ging über Salzburg. Ziel dieser größten organisierten Flucht, die es je in Europa gab, war Palästina. Beginnend mit dem Jahr 1947 organisierte die Bricha die Flucht über den Krimmler Tauern nach Italien. Einen wesentlichen Anteil an der Organisation der Flucht hatte Marko Feingold, der Leiter der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg. Die Wallnerkaserne in Saalfelden diente damals als Auffanglager (DP-Lager Givat Avoda ). Die Flüchtlinge wurden in LKW`s nach Krimmel gebracht,um dann zu Fuß zum Krimmler Tauernhaus zu marschieren. Im und um das Krimmler Tauernhaus sammelten sich die Flüchtlinge, um sich für den Übergang bereit zu machen. Die 1985 verstorbene Wirtin des Krimmler Tauernhauses, Liesl Geisler-Scharfetter spielte in der Betreuung und Pflege dieser Menschen ein ganz wichtige Rolle, sie kümmerte sich insbesondere um Säuglinge und Kinder. Liesl Geisler- Scharfetter erwies sich in ihrem Tun als „Säule der Menschlichkeit". (Peter Hofer , S 63 f in: Schriftenreihe des Landespressebüros, Dokumentationen Nr.117,"Über die Berge dem gelobten Land entgegen", Hrsg. Dr. Roland Floimair)

Alpine Peace Crossing - Gedächtniswanderung:

Vor zwei Jahren fand über Initiative von Ernst Löschner im Juni 2007 eine Gedächtnisüberquerung über den Krimmler Tauern statt. Anlässlich dieser Veranstaltung wurde- als Erinnerung an die Überquerungen 60 Jahre zuvor - eine Gedenktafel am Ort des ehemaligen Flüchtlingslager in Saalfelden enthüllt.

„Preis der Menschlichkeit":

Bei diesem Festakt kündigte Landesrätin Doraja Eberle öffentlich an, einen „Preis der Menschlichkeit" auszuschreiben.Die Auszeichnung soll zu Ehren der Wirtin des Krimmler Tauernhaus „Liesl-Geisler-Preis" heißen.

Bisher ist allerdings nicht bekannt, ob und wie ( Dotierung und Vergabekriterien) dieser Preis von Doraja Eberle ausgeschrieben bzw. tatsächlich realisiert wird.

Ingeborg Haller, die vor zwei Jahren an der Gedächtnisüberquerung mitgewandert ist , nimmt das in Saalfelden stattfindende Fachsymposium „Givat Avoda" Saalfelden. Drehschreibe nach Israel 1946 bis 48 zum Anlass , um nachzufragen, ob ein solcher Preis von Doraja Eberle, die nun mehr auch für Fragen der Integration zuständig ist, realisiert wird ?

Denn Flucht ist weltweit heute noch für Millionen Menschen -auch in Europa- Realität. Auf der Flucht zu sein, ist immer eine Bedrohung. Umso wichtiger ist die Flüchtlingshilfe, um die Grundbedürfnisse dieser Menschen zu sichern. Gerade auch auf diesen Umstand wollte das Projekt „Alpine Peace Crossing" aufmerksam machen, so Haller abschließend, die für eine rasche Umsetzung des Preises plädiert.

(siehe: Schriftenreihe des Landespressebüros, Dokumentationen Nr.117, "Über die Berge dem gelobten Land entgegen", Hrsg. D. Roland Floimair , www.kunsthausnexus.com )

Für Rückfragen:

Tel: 0676/5840090, Mag. Ingeborg Haller

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