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Salzburg braucht Erlebnis- und Paracelsusbad!

02.02.2009Planung

Pressekonferenz mit Stadtrat Johann Padutsch. 6 Schwimmbahnen für Schulschwimmen, Wassersport und Publikumsschwimmen schon jetzt zu wenig!

Fehlende Finanzierung darf kein Grund für die Schaffung dieser notwendigen und überfälligen Freizeit- und Sportinfrastruktur sein.

Bevölkerungswille ist beeindruckend und Verpflichtung.

Erlebnisbad und Paracelsusbad

Auf Basis einer einstimmigen Parteienvereinbarung, in den Parteienverhandlungen nach den Wahlen 1999 beginnt, unter Federführung des Planungsressorts die Projektentwicklung für ein Erlebnisbad auf den Bolaringgründen unmittelbar neben der heutigen S-Bahn-Station.

Im Spätherbst `99 legt der international bekannte und tätige „Bäder-Spezialist", das Planungsbüro „K-Plan", den Bericht zur Konkurrenzanalyse und Rahmenkonzeption des Bades vor. Ab 2000 beginnt die detaillierte Entwicklung, ein internationaler Wettbewerb für Architektur und Städtebau mit kombinierter Betreibersuche wird durchgeführt.

2002 ist das Projekt fertig. Als Betreiber wurde die Firma „Krieger", ein ebenfalls international tätiger Entwickler für kommunale und private Bäder- und Sportprojekte ausgewählt, der auch selbst Bäder betreibt. Dieser ist auch bereit, als privater Investor aufzutreten, das Projekt wird weiter ausdetailliert und scheitert 2003 letztlich dran, dass die Stadt nur 12 Mio. Euro Beitrag leisten will, aber 15 Mio. Euro notwendig gewesen wären. Das Land hatte damals 2 Mio. Euro zugesagt, allerdings auch 2,9 Mio. Euro für die zur Verfügungstellung des Grundstückes Bolaring verlangt.

Heute ist klar, dass die Stadt für ein Erlebnishallenbad, das kleiner ist als das seinerzeitig geplante, 20 Mio. Euro beitragen muss, vom Land 6 Mio. Euro zugesagt sind und der Rest über Kredite aufgebracht werden muss, die aus dem laufenden Betrieb refinanziert werden können, wobei das Risiko dafür ebenfalls bei der Stadt liegt.

Konzept Padutsch schon 2002 für Erhaltung des Paracelsusbades.

Das Konzept Bolaring hat ein Erlebnisbad modernster Prägung mit großzügigen Wellnessbereichen vorgesehen und die Beibehaltung des Paracelsushallenbades für das Schul- und Vereinsschwimmen, sowie die Kurhausbesucher (ergänzende Sporttherapie) und die „Privatschwimmer".

Die kurzen Wege von den umliegenden Schulzentren, die zentrale Lage und damit gute Erreichbarkeit für Vereins- und Privatschwimmer (25% der städtischen Haushalte verfügen über kein Kfz), aber auch die Vermeidung von Konflikten zwischen den „Schwimmern", die möglichst viel Ruhe haben wollen und den „Plantschern", die ihren Spaß haben wollen, waren ausschlaggebend für diesen Vorschlag.

Beibehaltung des Paracelsusbades ist sachlich notwendig

Der derzeitige Belegungsplan des Paracelsusbades sieht von 7  bis 8 Uhr die so genannten „Frühschwimmer" vor, von 8  bis 10 Uhr sind alle Bahnen für den Schulsport reserviert, von 10  bis 13 Uhr sind von insgesamt 6 Bahnen 4 bis 5 für den Schulsport reserviert, von 13 bis 16 Uhr gibt es keine Reservierungen und ab 16 Uhr sind für das Vereinsschwimmen 2 bis 3 Bahnen reserviert.

Obwohl somit über den Tag gesehen durchschnittlich lediglich 3 (!!!) Schwimmbahnen für die Bevölkerung der Landeshauptstadt Salzburg zur Verfügung stehen, kann alleine schon der Bedarf für die ca. 50 Schulen, die das Paracelsusbad für einen Schwimmunterricht nutzen, auf Grund fehlender Kapazität nicht zur Verfügung gestellt werden.

Erlebnisbad - weiterhin nur 6 Bahnen?

Der derzeitige Beschlussstand zum neuen Erlebnisbad in Liefering sieht ebenfalls nur 6 Schwimmbahnen (ursprünglich sogar nur 4) vor. Damit ist nicht nur der Konflikt zwischen den Schwimmern und Plantschern vorprogrammiert, es kann auch der Bedarf für Schul- und Vereinsschwimmen nach wie vor nicht befriedigt werden.

Darüberhinaus sollen  zusätzlich zu den städtischen Schulen auch die Schulen der Umlandgemeinden, auf Grund der Finanzierungsvereinbarung für die Beiträge derselben zur Errichtung des neuen Bades, Kapazitäten für den Schwimmunterricht bekommen.

Daraus ergibt sich aus sachlichen Gründen zwingend, dass sowohl die Errichtung des neuen Erlebnisbades als auch die Beibehaltung des Paracelsushallenbades notwendig sind, um zumindest den Bedarf der Bevölkerung der Stadt und ihres engeren Umlandes befriedigen zu können.

  1. Das Paracelsushallenbad ist technisch zu sanieren und auf den Bedarf des Schulschwimmens, Vereinsschwimmens und freien Schwimmens der Bevölkerung zu adaptieren, wobei ein akustisch getrennter Bereich für die sporttherapeutischen Bedürfnisse der Kurhauspatienten vorzusehen ist (etwa durch Auflassung des so genannten Kinderbeckens).
  2. Auf Grund dessen kann bei der Realisierung des geplanten Erlebnisbades in Liefering der reine Schwimmbereich reduziert werden (etwa von 6 auf 4 Bahnen).
  3. Das Kurhaus, als einzige Möglichkeit für viele SalzburgerInnen sich ohne Selbstbehalte entsprechender Behandlungen zu unterziehen (derzeit ca. 17.000 Patienten pro Jahr), soll am bestehenden Standort beibehalten (Bilanzierung derzeit leicht positiv) und gemeinsam mit dem Paracelsusbad auf die Bedürfnisse der Zeit adaptiert werden.

Finanzierung:

Grundsätzlich wird festgehalten, dass die zur Verfügungstellung von ausreichenden Kapazitäten für das Schulschwimmen und den Vereinssport sowie für das freie Schwimmen der Bevölkerung und die Schaffung einer attraktiven Einrichtung für Erlebnis-, Spaß und Wellness, wohl zur infrastrukturellen Mindestausstattung einer Landeshauptstadt wie Salzburg gehört, und alleine schon deshalb nicht an der Finanzierung scheitern darf!

Es wird darauf verwiesen, dass Innsbruck über 3 Bäder verfügt, Linz über 4 Bäder, sogar Klagenfurt, mit einem See im Stadtgebiet, über 2 Bäder.

Für die Beibehaltung des Paracelsusbades sind geschätzte 12 bis 14 Mio Euro zusätzlich aufzuwenden (6 Mio. fehlender Erlös aus der Veräußerung der Liegenschaft Paracelsusbad, 6 bis 8 Mio. Euro für die Adaptierung des Paracelsusbades).

Diese können wie folgt aufgebracht werden:

  1. Laut Bürgermeister Schaden gibt es seitens des Landes zumindest die Bereitschaft eine Aufstockung des Zuschusses für die Errichtung des neuen Erlebnisbades als interkommunale Einrichtung, von 6 auf 10 Mio. Euro zu erhöhen.
  2. Auf Basis der Gespräche und Arbeiten der für das neue Erlebnisbad beauftragten Firma Kohl und Partner ist ein finanzieller Beitrag eines Betreibers des neuen Bades in der Größenordnung von bis zu 5 Mio. Euro realistisch.
  3. Für den Schwimmunterricht von Bundesschulen soll analog der Regelung für die Errichtung von Turnhallen ein Beitrag des Unterrichtsministeriums für die technische Sanierung und Adaptierung des Paracelsusbades erreicht werden. Ebenso ist ein Beitrag des Landeschulrates, also des Landes Salzburgs, zu verhandeln.
  4. Für beide Einrichtungen soll das angekündigte „Konjunkturpaket" des Bundes genutzt werden. Dazu gibt es bereits den Beschluss des Städte- und Gemeindebundes ein kommunales Konjunkturpaket über die Stützung der Kreditzinsen durch Bund (50%) und Land (25%) sicher zu stellen. Damit würde sich die Zinsbelastung von Fremdfinanzierungskosten für die Stadt von angenommenen 4% auf 1% reduzieren, was eine deutliche Senkung der Refinanzierungsraten und einen größeren Spielraum bei Fremdkapitalaufnahme durch die Stadt zur Folge hat.

Unabhängig von diesen Finanzierungsmöglichkeiten sei nochmals betont, dass die Erhaltung des bestehenden Paracelsusbades und Kurhauses, sowie die Errichtung des neuen Erlebnisbades, allein für 50 Schulen in der Stadt, den Schwimmsport und den Bedürfnissen der Salzburgerinnen und Salzburger zumindest zur Ausstattung einer Stadt wie Salzburg gehört.

Im Sinne eines langfristigen und nachhaltigen Denkens darf das Projekt nicht an den genannten Finanzierungsbeträgen scheitern.

Offensichtlich ist es ja auch immer wieder „ad hoc" möglich, Millionenbeträge für sinnlose Olympiabewerbungen und Anderes zur Verfügung zu stellen, die nicht mehr oder weniger als verlorene Aufwände sind.

PS: Das Paracelsusbad wurde seinerzeit über den so genannten "Bäderschilling", direkt von den SalzburgerInnen, finanziert. Umso mehr ist daher das Bad im Sinne und auf Wunsch der Salzburger Bevölkerung zu erhalten.

Unterschriftenliste

Ausgelöst durch das große Bedürfnisses aus der Bevölkerung, für den Erhalt des Paracelsusbades unterschreiben zu können, bieten wir an, Unterschriften zu sammeln. Sie finden eine Unterschrifteliste als pdf-file unten angefügt. Wenn Sie uns die ausgefüllten Unterschriftenlisten wieder zurückschicken, sammeln wir diese.

Unterschriftenliste (PDF, 44k)

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