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Monitoring der UNESCO-Weltkulturerbe-Delegation in Salzburg.

30.01.2009Planung: Stadtplanung

Aktuelle bauliche Projekte und kommunikative Prozesse in konstruktivem Gesprächsklima geklärt.

Stellungnahme von Stadtrat Johann Padutsch

Donnerstag, den 29.1. 2009, haben Dr. Kerstin Manz als Vertreterin des UNESCO Welterbezentrums, und Dr. Michael Baur, Mitglied des beratenden Expertengremiums ICOMOS International, spät abends ihren dreitägigen Monitoring-Besuch in der Weltkulturerbe-Stadt Salzburg abgeschlossen.

Das Monitoring - ähnliche Besuche wurden und werden übrigens auch in anderen Weltkulturerbe-Städten durchgeführt - erfolgte letztlich im Einvernehmen und über Einladung der Stadt.

Berichte waren schon davor von der MA 5 bzw. dem Ressort regelmäßig erstellt und übermittelt worden. Warum einzelne davon das Welterbezentrum angeblich nicht erreicht haben, konnte auch beim Besuch nicht endgültig geklärt werden. Der Managementplan wurde termingerecht vor dem 31.01.2009 vorgelegt.

Während des dreitägigen Besuches absolvierten die Delegierten ein intensives Programm und konnten sich vor Ort ein Bild von aktuellen baulichen Projekten (Unipark, Alte Diakonie, Furtwängler-Garten, Makartsteg, Mozarts Wohnhaus, Mozarteum, etc und außerhalb der Pufferzone, wie Bahnhofsbereich und Uzilinga in Itzling) machen und wurden von zuständigen Experten über den Planungsstand von Projekten wie dem Salzachkraftwerk Sohlstufe Lehen und Residenzplatz informiert.

Klar wurde dabei, dass die Stadt Salzburg eine äußerst engagierte Politik zur Bewahrung der historischen Altstadt betreibt - und nicht zuletzt mit den strengen Vorgaben ihres Altstadterhaltungsgesetzes - bereits seit 1967 einen rechtlichen Rahmen dafür geschaffen hat, lange bevor die Aufnahme ins Welterbe erfolgte.

In konstruktivem Gesprächsklima ließen sich außerdem die Probleme in der Kommunikation bzw. die gewünschten Terminabläufe im Berichtswesen an die Einrichtungen der UNESCO klären. Zukünftig erfolgt die Kommunikation direkt mit dem Welterbezentrum der UNESCO in Paris und es soll dort konkrete Ansprechpartner geben.

Pressemitteilung der UNESCO aus Anlass der Monitoring-Mission im Weltkulturerbe der historischen Altstadt Salzburg

(sinngemäße, kurz gefasste Übersetzung aus dem Englischen; der erste Abschnitt mit Beschreibung des Salzburg Weltkulturerbe wurde ausgespart)

Das Monitoring war bei der 32. Sitzung des Welterbe-Komitees im Sommer 2008 in Quebec gefordert worden, nachdem aus unterschiedlichen Quellen Informationen an das Komitee gelangt waren, in denen über geplante Projekte in den Kern- und Randzonen des Weltkulturerbes - wie etwa Neugestaltung von Plätzen, Abriss von Gebäuden und mehrere Hochhausprojekte - berichtet wurde.

Beunruhigt fühlte sich das Komitee zudem durch ein Kommunikationsdefizit von Seiten der Behörden und das Fehlen eines Management-Plans für das Weltkulturerbe.

Die Delegation begrüßte es, zum Auftakt ihres Besuches den Salzburger Welterbe-Managementplan zu erhalten, mit dem die Behörden der Anfrage des Komitees nachkamen. Das Dokument wird nun von ICOMOS International evaluiert und dem Komitee bei seiner nächsten Sitzung präsentiert.

Die Delegation überprüfte die Gesamtsituation des historischen Stadtzentrums und Weltkulturerbes in Salzburg hinsichtlich des Erhaltungszustandes im weitesten städtischen Kontext, sowie seine Einheit und Authentizität. Außerdem wurde geprüft, ob und wie jüngst erfolgte bzw. geplante Bauprojekte - wie etwa der Uni-Park Nonntal und das Kraftwerk Lehen - den außerordentlichen Wert, die Einheit und Authentizität des Weltkulturerbes beeinflussen könnten.

Die Delegation diskutierte zudem mit nationalen, regionalen und lokalen Experten, Organisationen und Beteiligten die effektive Umsetzung bzw. mögliche Verbesserung von Politik und rechtlichen Rahmenbedingungen, Schutzmaßnahmen wie auch das derzeitige Management der Abläufe.

Bis zur nächsten Sitzung des Komitees im Juni 2009 wird die Delegation einen detaillierten Bericht vorbereiten, der sowohl Umsetzungsrichtlinien für die Welterbe-Konvention als auch den Entwurf zum „Statement of Significance", den angestrebten Erhaltungszustand und einen Zeitplan für allenfalls erforderliche korrigierende Maßnahmen.

 

 

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