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Weiter Führungskrise im Salzburger Zoo

06.11.2008Demokratie: Verwaltung

Internationaler Ruf als Natur- und Artenschutzzentrum erneut beschädigt.

„...und täglich grüßt das Murmeltier."

An diesen Film fühlt man sich erinnert, wenn man die Vorgänge rund um die Auflösung des Dienstverhältnisses zwischen der bisherigen zoologischen Leiterin und Tierärztin Dr. Sandra Langguth und dem Salzburger Zoo betrachtet.

Offenbar wurde hier erneut massiv Druck ausgeübt. Die offizielle Version der Geschäftsführerin Mag. Sabine Grebner führt  hingegen den Wunsch nach beruflicher Veränderung der Tierärztin als Begründung für die Beendigung des Dienstverhältnisses an.

Ähnliche Vorgänge gab es bereits bei der Kündigung der ehemaligen TierärztInnen Dr. Christian Walzer (formal ausgesprochen durch Mag. Grebners Vorgänger Dr. Revers), sowie ein Jahr später Dr. Anne Roth. Beide sind im Unfrieden aus ihren Tätigkeiten im Salzburger Zoo geschieden (worden).

Außerdem wurde verschwiegen, dass der Vertrag mit Dr. Langguth laut Angaben des Zoos zwar offiziell bis Ende Dezember läuft, sie aber seit Mitte September vom Dienst freigestellt ist, eine Tatsache die nicht gerade für eine friedliche Beendigung des Dienstverhältnisses spricht.

Ihr Nachfolger hat erst Anfang November seinen Dienst aufnehmen können, so dass der Zoo für mehr als 6 Wochen weder einen vollen Tierarzt noch eine zoologische Leitung hatte.

„Was in der Führung des Zoos vor sich geht, ist für mich nicht nachvollziehbar, denn innerhalb von knapp vier Jahren hat sich die Geschäftsführerin jetzt schon von der dritten Tierärztin im Konflikt getrennt.

Man darf gespannt sein, wann der neue Tierarzt wieder gehen muss. Die Tiere über 6 Wochen ohne volle tierärztliche Versorgung zu lassen, ist schon fast fahrlässig. Offensichtlich gibt es hier ein massives Problem in der Zooführung", meint Gemeinderat  Bernhard Carl.

Nach dem Weggang von Dr. Walzer Anfang 2005 sind die internationalen Aktivitäten des Zoos bezüglich Artenschutzprojekten eingefroren worden. Der Ruf innerhalb der internationalen Zoogemeinschaft hat sich damit ungemein verschlechtert, sogar ein Ausschluss stand im Raum.

In mühevoller Arbeit und mit viel Engagement ist es Frau Dr. Langguth in den letzten zweieinhalb Jahren gelungen einen Teil dieser Projekte wieder zu beleben und sich an neuen zu beteiligen.

„Wie schon im Jahr 2005 wird durch das abrupte Ende der Beschäftigung der Tierärztin der Ruf des Salzburger Zoos als Natur- und Artenschutzzentrum massiv beschädigt. Auch für diese Folgen wird sich Frau Mag. Grebner verantworten müssen.

Ich frage mich, wie die Mitglieder des Aufsichtsrats des Zoos diesen Vorgängen tatenlos zusehen können. Der Aufsichtsrat ist hier und jetzt gefordert, zu handeln, um diesem kostspieligen und den Zoo destabilisierenden Personalwechseln ein Ende zu setzen", fordert Carl abschließend.

ORF Bericht Zoo Hellbrunn

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