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Mobilfunk - Dr. Oberfeld. Wie geht es nach dem Vergleich weiter?

05.11.2008Natur und Umwelt: Mobilfunk

Bürgerliste fordert: Jetzt endlich flächendeckenden Sendekataster erstellen!

Bekanntlich haben sich das Forum Mobilkommunikation (FMK) und Dr. Gerd Oberfeld am vergangenen Montag bezüglich der Untersuchung in Hausmannstätten verglichen. Rund um diese vermeintliche Sendeanlage hat sich nämlich eine deutliche Häufung an Krebserkrankungen feststellen lassen.

Allerdings ist damit vertraglich nur festgestellt, dass es nicht ausreichend Beweise für die Existenz der Sendeanlage gibt. Deren Existenz kann damit aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Dass die Mobilfunkindustrie über diesen Vergleich froh sein würde und auch entsprechend untergriffig gegenüber Mobilfunk-KritikerInnen vorgehen würde, war klar. In einer der ersten Reaktionen stellt das FMK auch die Frage, wie es denn angesichts der aktuellen Situation mit einer „vorurteilsfreien Forschung" bezüglich Mobilfunk weitergehen kann.

„Das FMK spricht nun mit geschwellter Brust, als hätte es die Menschheit vor dem Verderben gerettet. Gerade die Mobilfunkindustrie hat aber viele fragwürdige Studien finanziert, deren Ergebnisse ihre vor allem finanziellen Interessen vertreten haben. Hier jetzt Seriosität einzufordern, ist schon ein starkes Stück", so Bernhard Carl, Gesundheitssprecher der Bürgerliste.

In Zusammenhang mit dem Fall Hausmannstätten zeigt sich aber wieder einmal ein Problem, auf das Mobilfunkkritiker schon lange hinweisen. Es gibt keinen flächendeckenden öffentlich zugänglichen Kataster für alle Mobilfunkanlagen mit entsprechenden detaillierten technischen Angaben.

Im Gegenteil: Sendeanlagen die einmal abgebaut wurden, werden aus den Aufzeichnungen der Fernmeldebehörde gelöscht. Angaben die auf www.sendekataster.at zu finden sind, sind ungenau, unvollständig und geben keine Auskunft über ehemalige Anlagen. Sie eignen sich daher nicht für epidemiologische Studien

„Wenn die Mobilfunkindustrie ihr Interesse an seriöser Forschung wirklich ernst meint, so soll sie endlich der Forderung nachkommen, einen vollständigen und wirklich informativen Sendekataster auch mit historischem Verlauf zur Verfügung zu stellen.

Nur so können auch epidemiologische Erkenntnisse bezüglich Langzeitwirkung gewonnen werden. Alles andere ist billiger Populismus und Augenauswischerei", so Carl abschließend.

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