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Der Bücherverbrennung gedenken!

26.10.2008Demokratie: Menschenrechte

Anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertages erinnert GR Ingeborg Haller an die Verpflichtung und einmalige Chance im Zuge der Neugestaltung des Residenzplatzes ein Mahnmal zur Bücherverbrennung zu errichten.

„Die Erinnerung an die einzige von den Nationalsozialisten auf österreichischem Boden organisierte Bücherverbrennung muss aus der kleinkariert geführten Debatte rund um die Oberflächengestaltung (Fiakertauglichkeit) des Residenzplatzes herausgehalten werden", ist Ingeborg Haller überzeugt.

Sie hatte im Februar 2006 einen Antrag zur Errichtung eines Mahnmals eingebracht. Das Siegerprojekt der Architekten Rieder und Knittel, das nach Auffassung von Haller auch umgesetzt werden soll, sieht ein bewegliches Mahnmal zur Bücherverbrennung vor. Das Mahnmal soll tagsüber eine im Boden eingelassene Platte sein. Auf dieser sollen die prophetischen Worte Heinrich Heines aus dem Jahr 1821 zu lesen sein: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen."

In der Nacht verwandelt sich das Mahnmal zu einer programmier- und bespielbaren Lichtskulptur. Die Konstruktion, die im übrigen nicht so geheim ist, wie die ÖVP glauben machen will und bereits im Rahmen des Wettbewerbes und in den Medien vorgestellt wurde, entfaltet sich entweder anlassbezogen oder temporär, bleibt aber tagsüber unsichtbar.

„Salzburg soll sich für ein mutiges Projekt an einem so prominenten Platz entscheiden und darf sich nicht erneut international blamieren", warnt Haller. Sie erinnert an die peinliche Diskussion rund um das unvollendete Zitat an der Herzl-Gedenktafel.

„Wenn die Konstruktion technisch machbar ist, spricht nichts gegen die Skulptur, die nicht permanent, sondern gleichsam als „Event" konzipiert ist", meint Haller, die sich für eine öffentliche Diskussion der Lichtskulptur ausspricht abschließend..

„Die Lichtskulptur hat neben der wichtigen Gedenkfunktion auch eine touristisch attraktive Seite", ist die Gemeinderätin Haller überzeugt. "Den Salzburgern und Salzburgerinnen, aber auch den Touristen und Touristinnen wird damit ein zeitgenössisches Mahnmal als weitere Attraktion in der Innenstadt angeboten !"

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