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REK 2007

08.04.2008Natur und Umwelt

Flughafen: Auch im REK grenzüberschreitendes Thema

Im Rahmen der durchgeführten Öffentlichkeitsarbeit zum neuen REK sind zum Thema "Salzburger Flughafen" weitere Anregungen bzw. Stellungnahmen eingelangt und zwar von

  • der Stadt Freilassing,
  • der Bürgerinitiative Aktion Grünland Salzburg, sowie
  • von einer Privatperson.

Die Stadt Freilassing hält in ihrer Stellungnahme fest, dass der Betrieb des Flughafens unmittelbare Auswirkungen durch die Starts und Landungen, wovon rund 90% über Freilassinger Gebiet erfolgen, auf ihre Stadt hat. Sie fordert und unterstützt deshalb alle Maßnahmen zur Reduktion des Fluglärms wie, die Minimierung der Flugbewegungen in den Randzeiten zwischen 06:00 und 07:00 sowie zwischen 21:00 und 23:00 Uhr und besonders an Wochenenden, die generelle Unterbindung lärmintensiver Flugbewegungen und eine ausgeglichene Verteilung des Flugverkehrs bei den An- und Abflugrouten (Nord-/Südrouten).

Auch die Bürgerinitiative Aktion Grünland Salzburg fordert, dass die Belastung der betroffenen Bevölkerung durch den Flugverkehr verringert werden muss und dies auch im REK festgelegt werden soll.

Von einer Privatperson wird angeregt, dass Thema Salzburger Flughafen genauer zu betrachten, bzw. umweltverträglicher zu lösen. So heißt es in der Stellungnahme z.B., dass "die an manchen Tagen bereits erreichten 260 -300 Flugbewegungen unerträglich sind und die Gesundheit von mehr als 50.000 Einwohnern nicht nur aufgrund des Lärms, sondern auch durch den Ausstoß von CO 2, Stickoxiden, Feinstaub, Kohlenwasserstoffe und Ruß gefährden. Schon jetzt kann gesagt werden, dass bei 160 -180 Flugbewegungen die Belastungsgrenze erreicht ist. Weitere Potentiale an Mobilität könnten erschlossen werden, wenn sich die Flughäfen Salzburg und München zu einem intelligenten überregionalen Mobilitätsmanagement zusammenschließen und beispielsweise die Schienenverbindung Salzburg - Mühldorf - Erding ausgebaut würde."

Auch diese Stellungnahmen werden im REK großteils Berücksichtigung finden.

Die in der Pressekonferenz letzten Freitag bekannt gegebenen Maßnahmen werden deshalb an dieser Stelle wiederholt:

  • eine Deckelung der An- und Abflüge,
  • Verbesserungen in den Randstunden,
  • leisere Flugzeugtypen (sogenannte Kategorie 4-Flugzeuge),
  • Staffelung der Start- und Landegebühren nach Lärm- und Emissionsbelastung,
  • Fokus auf geeignete An- und Abflugkorridore,
  • Zurückhaltung beim Betrieb der Flugschulen,
  • Umsetzung des Mobilitätskonzeptes (Passagierzubringersystem, grenzüberschreitend mit EuRegio erarbeitet)

Die bessere Abstimmung mit dem Flughafen München im Sinne eines überregionalen Mobilitätsmanagements ist ebenfalls zu unterstützen. Die Strecke München-Mühldorf-Salzburg ist ja auch für das Projekt "Magistrale für Europa" als Hochleistungsstrecke vorgesehen.

Die von Freilassing geforderte "ausgeglichene Verteilung" der An- und Abflugrouten würde eine stärkere Orientierung der An- und Abflüge Richtung Süden bedeuten. Dies wird schon aus geographischen bzw. meteorologischen Gründen nur sehr eingeschränkt möglich sein. Außerdem hat eine bereits durchgeführte Analyse der Auswirkungen ergeben, dass zwar ein erheblich größerer Anteil an Wohnbevölkerung zusätzlich lärmmäßig belastet würde, die lärmtechnische Entlastung im Anflugskorridor über Freilassing, im Gegensatz dazu, aber kaum wahrnehmbar wäre. Diese Forderung kann deshalb nicht unterstützt werden.

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